Medaillen für bayerische Ju-Jutsuka bei der Weltmeisterschaft

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Abu Dhabi. Sophie Büscher (U21 -57 kg) und Thomas Freitag (Masters -85 kg) sind die neuen Weltmeister im Fighting und das Paar Selina Gschoßmann und Antonia Schwaiger Weltmeister im U21 Duo Show. Die 18 Athleten des Ju-Jutsu Verbandes Bayern holten bei den Weltmeisterschaften der U21, der Senioren und der Masters in Abu Dhabi insgesamt drei WM-Titel, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen sowie im Teamwettbewerb Silber.

Die neuen Weltmeister
Am überzeugendsten agierte Sophie Büscher im Fighting der U21. Sie war die gesamte Saison über schon ungeschlagen und holte sich in beeindruckender Manier den Titel. Sie brauchte im Finale dazu nur 31 Sekunden! Nach anfänglicher Führung ihrer Gegnerin holte sich Sophie mit einem Fauststoß einen Ippon, nutzte die Bewegung der Gegnerin zu einem Schulterwurf mit anschließender Haltetechnik. Damit hatte Sophie einen Full Ippon und den WM-Titel.

Antonia Schwaiger und Selina Gschossmann konnten bei Duo Show der U21 überzeugen. Im Finale mussten sie gegen die starken Thailänder antreten. Sie ließen sich davon nicht beeindrucken und holten mit der besten Showwertung verdient den Weltmeistertitel. In der Kategorie U21 Duo women erwischten Schwaiger / Gschossmann dagegen einen schlechten Tag und mussten sich mit Platz 5 begnügen.

Ebenso souverän holte sich Thomas Freitag bei den Masters in der Altersklasse M3 im Fighting den Weltmeistertitel.

Die Silbermedaillen
Theresa Attenberger (Fighting -70 kg) sowie Ian Butler / Felix Paskiewicz (Duo Men) konnten mit Silber zurückfahren.

Theresa konnte souverän ins Finale einziehen. Dort wartete einmal mehr ihre Dauerrivalin Aafke van Leeuwen (Niederlande) auf sie. Sie hatten sich dieses Jahr schon bei der EM und bei den German Open im Finale getroffen: die EM hatte Theresa gewonnnen, die German Open Aafken. Auch diesmal hatte die Holländerin nach einem knappen Fight die Nase vorne und Theresa die Silbermedaille gewonnen.

Bei Felix Pascieswikz und Ian Butler (Duo Men) lief es nach Plan. Im Finale wartete dann das starke Team aus Belgien. Hier lief es in der ersten Serie sehr gut. Gleich 1,5 Punkte Vorsprung zeigten, dass Ian und Felix den Titel wollten. In der zweiten und dritten Serie holten die Belgier auf und lagen am Schluss vorne. Trotzdem ein toller zweiter Platz für Ian und Felix.

Drei Mal Bronze
Bronze ging an Michelle Vetter / Lukas Lorber (U21 Duo mixed), Franziska Freudenberger (Fighting -63 kg) sowie an Simon Attenberger (Fighting -77 kg).

Lukas Lorber und Michelle Vetter starteten sehr gut in den Wettkampf und konnten zunächst gewinnen. Im letzten Kampf gegen Belgien ging es dann um die Silbermedaille. Lukas und Michelle zeigten bis zum Schluss tolle Techniken und eine tolle Performance, mussten sich am Ende aber knapp geschlagen geben. Mit dem dritten Platz bei ihrer ersten Weltmeisterschaft können die beiden sehr zufrieden sein.

Simon Attenberger hatte einmal mehr einen super Tag. Im Halbfinale musste er sich dem späteren Weltmeister Frederik Widgren (Schweden) nur sehr, sehr knapp geschlagen geben. Im Kampf um Bronze ließ Simon nichts mehr anbrennen und holte sich souverän die Medaille. Bundestrainer Steffen Heckele ist von Simons Entwicklung äußerst angetan: „Simon hat ein wahnsinniges Potential. Er wird einer der Medaillengewinner der Zukunft.“

Landestrainerin Franziska Freudenberger fand einen versöhnlichen Jahresabschluss. Nach einer etwas durchwachsenen Saison konnte sie sich mit sehr guten Kämpfen verdient Platz 3 sichern.

Die übrigen Ergebnisse
Julia Paskiewicz und Johannes Tourbeslis (Duo mixed) trafen im ersten Kampf auf das Team aus Österreich und mussten nach einer Führung in der ersten Serie aufgrund einer kleinen Unsicherheit in Serie B mit einem Punkt Rückstand in Serie C gehen. Dort gaben die beiden nochmals alles, bekamen aber von den fünf Kampfrichtern leider keine guten Wertungen und sie mussten in die Trostrunde. Im Kampf um den Einzug ins kleine Finale wartete das Team aus Montenegro. Julia und Johannes zeigten eine tolle Leistung, die aber leider nicht mit den entsprechenden Wertungen belohnt wurde. Am Ende dann eine unglückliche Niederlage und der siebte Platz. 

Lukas Bombik (-94 kg) ging als einer der Favoriten in das Turnier und traf im Halbfinale auf den späteren Weltmeister David Cabezas Jr. (Kolumbien), dem er sich mit zwei Punkten geschlagen geben musste. Im kleinen Finale wartete der ebenfalls favorisierten William Setz Wenzel aus Schweden. Die Neuauflage des Halbfinales von der German Open war erneut äußerst knapp und Lukas unterlag nur sehr knapp. So stand am Ende leider Platz 5.

Andrea Pflefka (-48 kg) hat sehr gut gekämpft und erreichte am Ende den fünften Platz. Das gleiche Ergebnis gab es für Annalena Bauer (-70 kg), die gute Leistungen zeigte, im kleinen Finale aber verlor. Auch für Anja Guercke (+70 kg) stand am Ende Platz 5. Für Luisa Bauer (-57 kg) gab es Rang 9.

Am Schluss der WM konnte Deutschland im Teamwettbewerb mit zehn bayerischen Athleten die verdiente Silbermedaille holen.

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JJVB / Fotos: Jörg Eschenfelder