Meisterklasse: Arbeitstreffen »Kata«

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Regensburg. Kata ist im Ju-Jutsu für viele Sportler in der Prüfung zum 4. und 5. Dan eine echte Herausforderung. Dieses Prüfungsfach verlangt, sofern man sich für eine traditionelle Kata entscheidet, oft eine mehr als einjährige Vorbereitungszeit – zusätzlich zum ohnehin schon aufwendigen Programm. Die Kata- und Lehrverantwortlichen des Ju-Jutsu Verbandes Bayern (JJVB) hatten ein Arbeitstreffen, um die Lehre und das Lernen der Kata zu verbessern.

Im Ju-Jutsu in Bayern können neben der freien Darstellung, einer Art selbst erstellten Kata, die beiden aus dem Judo stammenden Formen »Kodokan Goshin Jutsu« und »Kime no Kata« gezeigt werden. Seit einigen Jahren unternimmt der JJVB hier intensive Bemühungen, um einen einheitlichen Lehr- und Prüfungsstandard zu erarbeiten. Nach den Vorarbeiten der beiden ehemaligen Kata-Beauftragten Klaus Röhler und Alex Ecker führt Florian Seidl vom Budokan Regensburg diese Aufgabe seit vergangenem Jahr weiter.

Anfang Juli trafen sich in den Hallen des Budokan Regensburg der JJVB-Lehrreferent Hans Sperl, Klaus Röhler, Florian Seidl sowie der ehemalige bayerische Judo-Katareferent, Magnus Jezussek aus Erlangen. Magnus ist Kata-Trainer in seinem Verein und Wertungsrichter im Judo-Kata-Wettkampf auf Weltniveau.

Im Mittelpunkt des vierstündigen Workshops stand die Erarbeitung konkreter Richtlinien für die »Kodokan Goshin Jutsu«, damit diese in Bayern weiterhin nach einem einheitlichen Konzept unterrichtet und geprüft werden kann. Dazu gab Magnus eine große Anzahl hilfreicher Hinweise und Korrekturen, die die Anwesenden auf der Matte gleich in die Praxis umsetzten.

Als nächsten Schritt gibt es neben einem Kata-Landeslehrgang in Regensburg am 16. September einen Wochenend-Workshop »Kata lernen« am 13. und 14. Oktober, um interessierten Ju-Jutsuka die Gelegenheit zu geben, die »Kodokan Goshin Jutsu« von Grund auf zu erlernen und zu verfeinern. Im kommenden Jahr wird das selbe Prozedere mit der »Kime no Kata« fortgeführt. Darüber hinaus erstellt der JJVB anschauliches Übungsmaterial, um es den Budoka zu erleichtern, die Kata zu lernen, zu üben und zu vertiefen. Denn Kata ist, wie es die Teilnehmer des Workshops am Ende auch feststellten, eine der spannendsten und tiefgründigsten Übungsformen im Ju-Jutsu.

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Bericht und Fotos: Florian Seidl