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Mehr Frauen ins Ehrenamt, in den Verein, ins Training …………

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Am 14. Januar fand ein Online-Meeting unter Leitung der Frauenreferentin des JJVB mit fast 20 Teilnehmern statt. Locker und kompetent von Corinna Bildat (Mitglied des Frauenlehrteams JJVB und Vizepräsidentin Wettkampf JJVRP) moderiert.

Frauen sollten und dürfen mehr Dominanz zeigen: ihre Stärken mehr nutzen; ihr Licht nicht immer unter den Scheffel stellen…

Diese und mehr Aussagen wurden, nicht nur von Frauen über Frauen, beim Online-Workshop des JJVB als Auftaktveranstaltung zum Thema „Wie bekomme ich mehr Frauen ins Ehrenamt, in den Verein, ins Training“ getroffen.  Unter den Teilnehmern waren auch die Herren der Schöpfung gut vertreten.

Hochkarätige Gäste, wie Klothy Schmöller (Vorsitzende im Verbandsfrauenbeirat des BLSV), Nina Beißner (Vizepräsidentin Breitensport DJJV) und Eva Straub (Präsidentin JJVB) teilten bereitwillig ihre Erfahrungen mit den Teilnehmern.

Auf die Frage, welche Erfahrungen sie in den Jahren ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten gemacht hat, gaben sie folgende Einblicke:

Nina Beißner, die selber erst kürzlich als Vizepräsidentin ins Amt gewählt wurde, äußerte sich durchwegs positiv:

Wenn ich etwas nicht kann, dann bitte ich um Hilfe, die mir bisher nie verwehrt wurde.
Die Zusammenarbeit nur mit Männern oder nur mit Frauen ist nicht so fruchtbar, wie in gemischten Teams. Jeder kann seine Stärken mit einbringen. Der Umgangston wird freundlicher und es kommen andere Sichtweisen hinzu.

Auch Klothy Schmöller ist im BLSV-Präsidium das einzige weibliche Mitglied. Sie macht sich für das Thema Frauen in Führungspositionen stark:

Männer übergehen Frauen nicht aus Böswilligkeit. Sie haben eine andere Denkweise und würden die Frauen auch mitnehmen, wenn sie sichtbarer wären. Frauen wären mit Sicherheit eher bereit, Positionen einzunehmen, wenn sie mit Spaß und wohl dosiert an die Ämter herangeführt werden. Zudem müssen erfolgreiche Frauen in den Medien mehr hervorgehoben werden mit größeren Bildern und mehr Text. Wichtig ist auch, sich untereinander und mit anderen Organisationen besser zu vernetzen.

Eva Straub, die bereits erfolgreich in ihrer 2. Amtsperiode tätig ist, gab an:

Nicht alle Entscheidungen, die in einer Führungsfunktion zu treffen sind, entsprechen der eigenen persönlichen Meinung oder den eigenen Wünschen. Die Interessen des Verbandes haben stets Vorrang. Man muss damit umgehen können, sich unbeliebt zu machen, wenn man etwas durchsetzen und hinter Entscheidungen stehen muss. Besonders zu Beginn meiner Amtszeit ist mir das nicht leichtgefallen.

Auch alle übrigen Teilnehmer*innen teilten persönliche Erfahrungen und hatten gute Ratschläge auf Lager. Der Polizeireferent des JJVB Thomas Neu gewährte in seinem Beitrag insbesondere den anwesenden Damen einen überaus aufschlussreichen Einblick, wie reine Männergruppen ticken.

Am Ende der Veranstaltungen war die Erkenntnis, dass vielen Frauen einfach das Selbstbewusstsein fehlt, sich öffentlich stark zu präsentieren, deutlich herausgearbeitet worden. An diesem Ergebnis will das Frauenreferat nun ansetzen, denn Frauen sind im Ju-Jutsu-Verband sowohl in der Mitgliederzahl als auch in Funktionsämtern unterrepräsentiert. Es müssen Voraussetzungen geschaffen werden, dass mehr Frauen den Weg in die Vereine und ins Ju-Jutsu-Training finden und sie ermutigt werden, Ehrenämter bis in Führungspositionen anzustreben.

Die Frauenreferentin bedankt sich auf diesem Wege nochmals sehr herzlich bei allen Teilnehmer*innen für den offenen und konstruktiven Austausch. Die Themenauswahl für die kommenden Veranstaltungen werden an den gemeinsam erarbeiteten Ergebnissen ausgerichtet.

 

Peter Günther; Text und Bild: Heike Bittner