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50 Jahre aktiv auf der Matte

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Zu seinem 50-jährigen Mattenjubiläum (1962 bis 2012) haben sich die Schüler von Gerd Enders am vergangenen Dienstag etwas Besonderes einfallen lassen. Nach dem Jugendtraining überraschten sie ihren Meister mit einer Ehrung zu der alle seine Übungsleiter angereist waren. In einer kleinen Zeremonie ließen sie die Geschichte ihres Meisters noch einmal Revue passieren.

Seit 1962 geht Enders aktiv und ohne Unterbrechung den Weg des Budo. Bereits 1968 meisterte er die Prüfung zum 1. Dan Grad im Judo. In einer Zeit als Ju-Jutsu noch von den Gründervätern gelehrt wurde, erzielte er beachtliche Erfolge bei verschiedenen nationalen und internationalen Wettkämpfen. So konnte er fünfmal den Titel des Bayerischen Polizeimeisters im Judo gewinnen. Seit 1975 widmet er sich mit ganzer Kraft dem Ju-Jutsu. Im Jahr 1979 hat er zusammen mit seiner Frau Isolde den Budokan Regensburg e.V. gegründet.  In der Folge legte er alle Prüfungen bis zum 5. Dan Grad ab. Im Jahr 1997 schließlich wurde Enders vom Bayerischen Ju-Jutsu Verband für seine jahrzehntelangen Verdienste mit der Verleihung des 6. Dan Grades und im Jahr 2005 mit dem 7. Dan Grad eine hohe Ehrung zuteil. Für den Ju-Jutsu Verband Bayern war er Mitglied im Lehrteam und auch über die Landesgrenzen hinaus eine wertvolle Stütze des Deutschen Ju-Jutsu. Auch bei der Polizei hatte er über viele Jahre hinweg beim Polizeipräsidium Niederbayern / Oberpfalz hauptverantwortlich die Leitung der Ausbildung im Ju-Jutsu inne. Parallel hierzu unterrichtete er auch die Justizbeamten in der Kunst der Selbstverteidigung. Seine Frau Isolde, selbst Trägerin des 4. Dan Grades, war stets Herz und guter Geist an seiner Seite. Sie widmete sich mit hohem Einsatz vor allem der Kinder- und Jugendarbeit im Budokan und bereitete im Team mit ihrem Mann viele der heutigen hohen Dan Träger auf ihre ersten Prüfungen vor. Die Übungsleiter bedankten sich auch bei Frau Enders und stellten klar, dass ihr Mann ohne die starke Frau an seiner Seite nie so erfolgreich hätte sein können.

Neben der Vermittlung von perfekter Technik hat der Unterricht von Enders besonders die Suche nach der Harmonisierung von Körper, Geist und Technik zum Ziel. In vielen seiner Schüler ist es ihm gelungen im Herzen einen Funken zu entzünden, so dass sie neben dem Üben von Ju-Jutsu Techniken auf der Matte auch auf die Suche nach dem tieferen Sinn des Lebens gegangen sind und den Weg des Do auch außerhalb des Dojo verfolgen. Heute verfügt der Budokan über mehr als 40 hochgraduierte Meister, wovon einer sogar den 6. Dangrad trägt und drei den 5. Dan Grad besitzen. Im Budokan wird inzwischen auch durch die hochgraduierten Schüler von Enders das Wissen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weitergegeben. Einige seiner Schüler sind auch auf Lehrgängen, im Lehrteam des Ju-Jutsu Verbandes Bayern und in anderen Vereinen landesweit unterwegs und verbreiten das Gedankengut ihres Meisters und die für den Budokan typische Art und Weise des traditionellen Trainings, die strenge Etikette und die ausgefeilte Technikausführung.

Seine langjährigen und ihm eng verbundenen Schüler dankten Enders sehr herzlich und betonten, dass sie  alle sehr froh seien, dass das Schicksal sie zur richtigen Zeit an den richtigen Ort geführt hat und es ihnen ermöglicht hat während der letzten Jahrzehnte von Enders unterrichtet werden zu dürfen. Zur Erinnerung schenkten sie ihrem sehr gerührten Meister ein gebundenes Exemplar mit Geschichten und Anekdoten seiner Schüler.