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Paris Open: Comeback von Annalena Bauer

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Paris. Annalena Bauer ist zurück. Das unterstrich sie mit Gold bei der Paris Open. Aber auch die anderen bayerischen Ju-Jutsuka setzten internationale Ausrufezeichen. Sie holten auf dem Weg zur Europameisterschaft im Juli in Polen zweimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze.

Die Paris Open sind ein internationales Top-Turnier, ein wichtiger Gradmesser für den aktuellen Trainingsstand und zugleich das Nominierungsturnier für die Europameisterschaft im Juni in Polen. Die Bilanz der bayerischen Teilnehmer ist hervorragend: Gold für Annalena Bauer (-70 kg) und Julia Paskiewicz / Johannes Tourbelis (Duo Mixed), Silber für Pia van Thurenhout (-49 kg), Franziska Freudenberger (-62 kg) sowie für Ian Butler / Felix Paskiewicz (Duo Männer) und Bronze für Anja Guercke (+70 kg). Cheflandestrainerin Carina Neupert war mit dem Abschneiden sehr zufrieden: »Die bayerischen Athleten haben eine super Leistung erbracht und sind auf den richtigen Weg zur Europameisterschaft in Polen.«

Comeback von Annalena Bauer
Annalena Bauer (-70 kg) feierte nach einem Jahr Verletzungspause auf der internationalen Bühne ein gelungenes Comeback.

Gegen Pauline Moutel (Frankreich) und Liva Tanzer (Dänemark) zog sie souverän in das Halbfinale ein. Dort traf sie auf die amtierende Weltmeisterin Aafke van Leeuwen (Niederlande). Der Kampf war sehr ausgeglichen. Am Ende siegte Annalena beim Stand von 11:11 durch eine taktisch gute Leistung und mit einem Ippon Vorsprung im Part 1.

Im Finale ging es dann gegen Clarisse Habricot (Frankreich), für Annalena eine unbekannte Gegnerin. Annalena setzte sich schnell ab und ging 5:0 in Führung. Doch dann stellte die internationale Judokämpferin Annalena mit einem schwungvollen Uranage auf den Kopf. Nach kurzer Orientierungspause für Annalena ging es gleich in einem gegnerischen Haltegriff weiter und es stand plötzlich nur noch 5:4. Habricot brauchte nur noch einen Ippon im Part 1 und sie hätte den Sieg in der Tasche. Dank ihrer Erfahrung und ihrem taktischen Geschick konnte Annalena dies verhindern. Selbst als sie noch zwei Mal zu Fall gebracht wurde und in Rückstand geriet, brachte das Annalena nicht aus der Ruhe. Sie legte einen Schlusssprint hin, lag am Ende 13:10 vorne und holte sich so den Sieg.

Eine taktische Meisterleistung und ein gelungenes Comeback für die 23-Jährige nach ihrem Kreuzbandriss!

Fighting-Frauen holen weiteres Edelmetall
Pia van Thurenhout (-49 kg) holte sich in ihrer sehr gut besetzten Klasse eine starke Silber-Medaille. Im ersten Kampf setzte sie sich gegen die Französin Sandra Badie durch. Im Halbfinale dominierte sie die amtierende Europameisterin Martina Porcile (Italien) vor allem im Part 1 mit ihren starken Handkanten und gewann 12:5. Im Finale traf sie wie im Vorjahr auf Morgane Houx (Frankreich). Die beiden schenkten sich in dem packenden Kampf nichts. Ein Konterwurf (Uranage) wurde unglücklicherweise der Französin gut geschrieben. Am Ende unterlag Pia mit 13:13 in der Unterbewertung, da die Französin Ippon 2 und 3 für sich verbuchen konnte und Pia nur im Part 1. Starkes Silber!

Die amtierende Weltmeisterin Franziska Freudenberger (-62 kg) musste sich bei ihrem Auftritt nur der amtierenden World-Games-Siegerin geschlagen geben. Den ersten Kampf gewann sie gegen Van Rijn (Niederlande) vorzeitig mit Schenkelwurf und Haltegriff. Auch den zweiten holte sie gegen Durant Fleury (Frankreich) vorzeitig für sich. Im Halbfinale schaffte sie gegen Walotek (Polen) mit 12:14 den Einzug ins Finale. Dort war die amtierende World-Games-Siegerin Nebie ihre Gegnerin und Franziska verlor mit 10:5 nach Punkten.

Für Anja Guercke (+70 kg) gab es am Ende Bronze. Der erste Kampf gegen die Polin Sitko war bis Sekunden vor Schluss ausgeglichen, bis Anja wegen eines Armstreckhebels tappen und damit mit Full-Ippon verloren hatte. Danach traf sie auf die zweite Deutsche in ihrer Klasse, Laura Müller. Dieses Duell entschied Anja durch viele Treffer im Part 1 für sich. Im Halbfinale wartete eine Russin, die auf Schwung und Fauststöße baute. Als sie Anja in einen Stoppfußstoß lief, wendete sich das Blatt. Anja ging damit in Führung, kämpfte taktisch geschickt und holte sich so den verdienten dritten Platz.

Duo: Julia und Johannes trumpfen bei den Senioren auf
Am Sonntag stand Duo Mixed auf dem Programm. Hier gingen Julia Paskiewicz und Johannes Tourbelis an den Start. Nach einem Freilos trafen sie auf die aktuellen World Games Sieger Sara Paganini und Michele Vallieri. Nach der ersten Serie lagen die favorisierten Italiener einen halben Punkt vorne. Doch Julia & Johannes behielten einen kühlen Kopf und erkämpften sich einen Punkt Vorsprung, den sie bis zum Schluss nicht mehr abgaben. Der Einzug ins Finale war perfekt.

Dorf traten sie gegen die Belgier Ian Lodens und Charis Gravensteyn an. Dank der lautstarken Unterstützung des deutschen Teams, wuchsen Julia und Johannes über sich hinaus und gewannen das Finale mit zwei Punkten Vorsprung. Das war ihre erste internationale Goldmedaille seit langem bei den Senioren.

Am Vortag wurde bereits Duo Männer entschieden. Hier waren Ian Butler und Felix Paskiewicz mit sieben weiteren Duo-Paaren aus Europa und Thailand am Start. Gegen das französische Paar gelang ihnen ein souveräner Einzug in das Halbfinale. Dort schalteten sie die Österreicher aus und durften am Nachmittag im Finale gegen Belgien antreten. Hier lieferten sie sich – angefeuert durch das Team Deutschland – einen sehr spannenden und ausgeglichenen Wettkampf. Letztlich erkämpften sich die Belgier einen kleinen Vorsprung und holten damit den Sieg. Für Ian und Felix war Silber ein Riesenerfolg auf der internationalen Bühne.

Für Sabrina und Sahra Gschossmann war der Start bei Duo Frauen wichtig, um internationale Luft zu schnuppern und Erfahrung zu sammeln. Sie haben ihre beiden Kämpfe verloren und landeten am Ende auf dem siebten Platz.

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Bericht: Jörg Eschenfelder / Fotos: Carina Neupert