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Budapest Open: Bayerische Fighter sammeln Medaillen und Erfahrung

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Budapest. Vier Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen und vier Bronzemedaillen sind die erfreuliche Bilanz für die bayerischen Fighter bei der ersten Budapest Open. Alle Sportler des Ju-Jutsu Verbandes Bayern (JJVB) konnten sich mit der europäischen Konkurrenz messen und zeigten gute Kämpfe.

Dreizehn bayerische Fighter nahmen am Samstag, den 7. April, an der ersten Budapest Open teil. Vor allem für die Jugendlichen der U18 und U21 war dieses Turnier eine hervorragende Chance, internationale Wettkampferfahrung zu sammeln.

Die Veranstalter des Turniers wurden positiv überrascht: Mehr als 600 Teilnehmer waren in den Disziplinen Fighting, Duo, Duo Show, Ne-Waza und No-Gi Ne-Waza gemeldet. Das Turnier war daher bis 22 Uhr anberaumt; der Startschuss für die bayrischen Sportler sollte gegen 14 Uhr fallen.

Nach einem entspannten Start in den Tag sammelten die Trainer und Athleten ab 12 Uhr erste Eindrücke in der Halle und warteten auf ihren Einsatz. Gut organisiert und unter großem Einsatz der Kampfrichter wurde das Turnier entsprechend des Zeitplans durchgeführt. Die letzten Kämpfe fanden unter bayerischer Beteiligung gegen 22 Uhr statt.

Die bayerischen Athleten mussten in ihren Kämpfen mit der internationalen Härte zurechtkommen, gerade für die Jüngsten eine Umstellung. Auch die Bewertung der ausländischen Kampfrichter erforderte technische und taktische Anpassungen. Ausdauer und Kraft sowie eine klare Kampfführung waren gefragt, um sich einen Sieg zu erarbeiten. Die Kämpfer präsentierten sich unter Leitung von Landestrainerin Carina Neupert in sehr guter Form.

Gold für bayerische Ju-Jutsuka
Gold sicherten sich mit tollen Leistungen Alex Pilz, Jonas Butz, Pia Van Thurenhout und Landestrainer Christian Bold.

Alexander Pilz (TV 1868 Burghausen) zeigte in der Klasse U18 (-55 kg) gute Leistungen und zog ungefährdet ins Finale ein. Hier sicherte er sich unter vollem Einsatz in einem spannenden Kampf gegen den polnischen Gegner den Gesamtsieg.

 

Im Schwergewicht der Männer (+94 kg) demonstrierte Jonas Butz (JJV Amberg) sein Können. Sein agiler und schneller Kampfstil gepaart mit kluger Taktik war zu viel für seine Gegner: Nach Siegen in der Vorrunde sicherte auch er sich gegen einen Polen die Goldmedaille.

In der Gewichtsklasse der Frauen (-55 kg) gingen gleich drei bayrische Sportlerinnen an den Start. Die international erfahrene Kämpferin Pia Van Thurenhout (TSV 1860 Staffelstein) sicherte sich durch drei Siege Gold, Julia Häußle (ESV München) erkämpfte sich Bronze und Stefanie Kron (TSV 1880 Schwandorf) den vierten Platz.

Landestrainer Bold und Knebl stellten sich ebenfalls
Auch die Landestrainer Christian Bold (Männer -69 kg, TSV Nördlingen) und Andreas Knebl (Männer -77 kg, SV Gendorf Burgkirchen) nutzten die Chance, um sich gegen internationale Gegner ein Bild ihres Leistungsstandes zu machen.

Vor Beginn der heißen Phase der Saison in Deutschland präsentierte sich Christian Bold in guter Form. Gegen Kämpfer aus Österreich und Ungarn kämpfte er stark und sicherte sich Gold.

Andreas Knebl siegte gegen einen Slowenen und einen Serben jeweils vorzeitig, bevor er sich im Finale in einem hochklassigen Kampf dem Slowenen Tim Toplak geschlagen geben musste.

Auch der mit seinem Heimverein angereiste Jason Wille (TV Neugablonz) bot tolle Kämpfe und musste sich nach drei Siegen erst im Finale geschlagen geben.
Martin Perzlmeier (JJ Julbach) zeigte eine tolle kämpferische Leistung. Er siegte gegen Kämpfer aus Bosnien und Slowenien und musste sich nur einem guten polnischen Kämpfer geschlagen geben. Am Ende freute er sich über Bronze in der Klasse U18 (-60 kg). Auch sein Vereinskollege Bastian Schmidt sammelte internationale Erfahrung und wurde Dritter.

Lea Haupt (LKS Gerolzhofen) legte auf ihrem ersten Turnier im Ausland eine gute Leistung an den Tag, musste sich aber ihren polnischen Kontrahentinnen geschlagen geben. Und Carolin Peter (TSV 1860 Staffelstein) musste nach einer harten Landung auf dem Kopf auf weitere Kämpfe verzichten und schied leider aus dem Turnier aus.

Fazit: Wichtige Erfahrungen für die Wettkampfkarriere
Insgesamt waren die Landestrainer mit der Auslandsfahrt und dem Turnier sehr zufrieden. Auch wenn die Organisation vor Ort zunächst chaotisch erschien, verlief alles nach Plan und die Kämpfe fanden auf ansprechend hohem Niveau statt.

Landestrainerin Carina Neupert: »Ich bin mir sicher, dass alle Sportler von den gemachten Erfahrungen profitieren werden. Auslandseinsätze ohne großen Druck sind wichtig für jede Wettkampfkarriere. Die Erlebnisse werden lange in Erinnerung bleiben.«

Abgerundet wurde das Ju-Jutsu-Wochenende durch einen kurzen Besuch in der schönen Innenstadt Budapests am Sonntagvormittag. Danach machte sich das Team geschlossen auf die lange Heimreise, mit zahlreichen Medaillen, Geschichten und Erfahrungen im Gepäck.

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Bericht: Andreas Knebl / Fotos: Carina Neupert