Herbstseminar 2017: Die Burg gehört uns

Nürnberg. Die Herbstferien sind kurz, aber bestens geeignet für eine Zeit voller Ju-Jutsu, Neugierde und Action. Das dachten sich gut zwanzig Kids und Betreuer aus ganz Bayern und reisten nach Nürnberg. In der Burgherberge buchte sich die Gruppe ein und errichtete wieder in der Halle des naheliegenden Gymnasiums das Dojo.

Bereits am Anreisetag ging es sportlich zu. Michi Rampp bastelte einen abwechslungsreichen Parcours. So war die Betriebstemperatur schnell erreicht. Hindernisse bezwingen, kooperatives Vorgehen, das war gefragt. Nach dem Abendessen ging es noch einmal raus. Das schöne Abendwetter lud dazu ein, die Gegend um die Burg zu erkunden. Bereits hier war die gute Freundschaft der Ju-Jutsuka sichtbar. Es gab viel zu berichten und auszutauschen.

Auch der zweite Tag eröffnete mit Training. Hier wurden die Kids auf die Probe gestellt. Es gab zahlreiche akrobatische Übungen und Aufgaben für die Geschicklichkeit. Zum Auspowern schloss sich eine Runde Schlagtechniken an. Nach dem fleißigen Einsatz ging es zum Mittagessen. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Experimentierfreude. Das Museum für Industriekultur hatte das Lernlabor geöffnet. Die Friedrich-Alexander-Universität präsentierte dort dreißig Experimente rund um Physik und Chemie zum Ausprobieren. Zum Abschluss durfte das Bild im antiken Klassenzimmer von 1910 nicht fehlen. Mit vielen Eindrücken und neuen Erkenntnissen ging es zurück zur Burg. Am Abend zog der Klassiker, das Wehrwolfspiel, wieder alle in den Bann. Es ging bis spät in die Nacht.

Trotzdem hieß es am dritten Tag wieder voller Einsatz im Training. Ausgesuchte Techniken aus dem Prüfungsprogramm wurden zerlegt und wieder zusammengebaut. Der Spaß kam dabei nicht zu kurz. Hier konnte jeder was mitnehmen. Oft gelingt eine Technik, mal anders erklärt, einfach besser. Am Nachmittag stand ein wahres Juwel auf dem Plan. In der Feuerwache 3 haben die dortigen Feuerwehrmänner und -frauen ein interessantes und kurzweiliges Feuerwehrmuseum im Dachgeschoss eingerichtet. Hier gab es Uniformen, Einsatzgerät, Leitstände und Informationen aus vergangenen Tagen zu sehen und zu erleben. Sehr eindrucksvoll wurde dargestellt, welch hohen Stellenwert die Feuerwehr im Zivilschutz hat und dass die Kompetenzen weit über die einfache Brandbekämpfung hinausgehen. Zusätzlich gab es noch Hinweise zum richtigen Löschen und zur Brandvermeidung. Hier hatte Langeweile keine Chance.

Am letzten Tag lud noch ein Abschlusstraining ein. Natürlich ging es hier spielerisch zu. Das gemeinsame Erleben, die Rücksichtnahme und die Gemeinschaft waren hier spürbar. Und trotz Müdigkeit in den Knochen wurde sich noch einmal aufgebäumt. Alle machten mit. Alex Köhler und Michi Rampp zeigten die Wehrhaftigkeit am Boden. Nicht unterkriegen lassen, war die Botschaft. Zur Verabschiedung gab es noch ein gemeinsames Treffen. Hier wurden Fotos der vergangenen Tage präsentiert. Es zeigte sich, dass die Zeit regelrecht verflogen war. Voller toller Eindrücke und neuer Freundschaften konnten die Kids den Nachhauseweg antreten. Es hat auch dieses Mal wieder funktioniert. Ju-Jutsu und Bildungsangebote passten optimal zusammen. Ein großer Mehrwert der Jugendarbeit im Ju-Jutsu. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

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Bericht und Fotos: Matthias Riedel

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