Erstes Stützpunkttraining in Rosenheim

Rosenheim. Am Donnerstag, den 16.02.2017 hieß es zum ersten Mal beim Ju-Jutsu Rosenheim e.V.: „Herzlich Willkommen zum Stützpunkttraining“! Denn erstmal und testweise findet in diesem Jahr das Stützpunkttraining im zweimonatigen Wechsel in Germering und in Rosenheim statt.

Besonders freuten sich die Rosenheimer über den hochkarätigen Start. Andi Hötzinger hielt dieses erste Training vor erfreulichen 34 Teilnehmern aus den umliegenden Vereinen zum Thema „Wurftechniken und die dazugehörige Bewegungslehre“.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Prinzipien von  Körperschwerpunkt und Gleichgewicht folgte ein knackiges Aufwärmen, das er nahtlos in  vorbereitende Übungen zum Gleichgewichtbrechen überleitete. Im Anschluss daran ging er ausführlich auf den richtigen Eingang für Würfe nach vorne ein. Zeigte, dass es dabei darauf ankommt, nicht zu nahe am Partner zu stehen. Es ist erforderlich genügend Platz für die Eindrehbewegung zu haben, damit der Partner nicht wieder ins Gleichgewicht geschoben wird. Neben den Grundprinzipien stellte er Möglichkeiten der Wurfvorbereitung vor, damit der Partner für den Wurf in der richtigen Position steht. Mit einem angedeuteten Fußfeger oder mit Schieben an seinem Oberschenkel wird so der Partner dazu gezwungen, sein rechtes Bein nach hinten zu bringen, so dass seine Stellung für den Wurfeingang optimal ist.

Die Teilnehmer konnten in zahlreichen Übungsvarianten Gleichgewichtbrechen, Wurfvorbereitung und Eindrehen üben. Erst zum Schluss, als auch das Ausheben und die Wurfdurchführung erklärt und geübt waren, wurde geworfen. Auf diese Weise arbeitete Andi die Prinzipien für Würfe nach vorne grundlegend, klar und vor allem partnerschonend heraus.

Nach einer kurzen Pause baute er als Gegenstück zu den Würfen nach vorne die Grundlagen für die große Innensichel auf – ein Wurf, der nicht gerade zu den Leichtesten zählt. Auch in diesem Fall begann er mit einigen Übungen zum richtigen Gleichgewichtbrechen nach schräg hinten. Zeigte, dass der Partner mit seinem Gewicht auf dem vorderen Bein stehen soll, aber bereits nach hinten aus dem Gleichgewicht gebracht sein muss. Ein dritter Partner stützte von hinten den aus dem Gleichgewicht gebrachten Partner, so dass der Werfende sich ganz auf den richtigen Eingang konzentrieren konnte.

Nach relativ kurzer Zeit schon war allen Teilnehmern das Wurfprinzip klar: Gleichgewichtbrechen diagonal nach hinten, mit dem vorderen Bein weit zwischen die Beine des Partners einsteigen, hinteres Bein nachsetzen (T-Schritt) und dann mit einer Sichelbewegung des eigenen vorderen Beins den Partner zu Fall bringen. Nach einer guten halben Stunde hatte damit die große Innensichel ihren Schrecken verloren und die Teilnehmer einen Wurf mehr im Repertoire.

Der hervorragende, technische Aufbau des Trainings und die Darstellung der verschiedenen Übungsmethoden und Ausführungsmöglichkeiten half den unteren Gürtelgraden die Prinzipien der Würfe nach vorne und nach hinten grundlegend zu verstehen und brachte den Hochgraduierten neue Anreize und Trainingsideen. Nach einem kurzen Cool-down beendete Andi das Training pünktlich nach zwei kurzweiligen Stunden. Es war ein grandioser Auftakt für das Rosenheimer Stützpunkttraining, der hoffnungsvoll auf die kommenden Termine blicken lässt.

 

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Bericht + Fotos: Andi Kaufmann

 

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