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Bayernseminar 2011
Oberhaching –
Weit über 320 Ju-Jutsuka aus Bayern und dem Rest der Republik versammelten sich
in der zweiten Oktoberwoche in der Oberhachinger Sportschule. In sechs Hallen
auf ca. 700 qm Matten und in den zahlreichen Freizeitanlagen war genug Raum für
eine Woche Auszeit mit viel Ju-Jutsu, Geselligkeit und Lebensfreude pur.
Gleich zu Beginn
stand eine große Ehrung auf dem Plan. Walter Knör, der ehemalige Lehrreferent,
wurde der 6. Dan Ju-Jutsu verliehen. In der Mitte der Teilnehmer nahm er
sichtlich gerührt nach einer Laudatio von Dieter Meyer die hohe Auszeichnung
entgegen.
Nach der
anschließenden Eröffnungsrede des Verbandspräsidenten und Präsidiumsmitglied im
BLSV, Rainer Riedel, startete auch schon der Trainingsbetrieb.
Das Angebot war
sehr umfangreich. Neben allen Facetten des Ju-Jutsu gab es auch interessante
theoretische Angebote. Das Seminar griff auch erstmals das Thema Integration
auf. Demographischer Wandel, Geburtenrückgang und Migration. Stichworte, die
auch die Fachverbände und die Vereine interessieren müssen. Präsident Rainer
Riedel und der Integrationsbeauftragte des Deutschen Ju-Jutsu Verbandes Gahsem
Spili boten hier interessante Informationen.
Damit auch die
fleißigen Trainer und Übungsleiter zum Zuge kommen, wurden
Verlängerungsmöglichkeiten für alle Lizenzen angeboten.
Annemarie Besold
und Fritz Schweibold hielten ein Modul des weit über die Verbandsgrenzen hinaus
bekannten Projektes -„Nicht Mit Mir!“-Starke Kinder schützen- sich ab und
erfreuten sich großer Beliebtheit.
Action, neuen
Wind fürs Vereinstraining und kniffelige Parcoursaufgaben gab es bei den
Einheiten der Jugend. Jugendreferentin Nord, Susanne Buchner, gab hierbei ihren
geglückten Einstand als Referentin beim Bayernseminar.
Gut 60 Ju-Jutsuka
fanden sich bei der Prüfungsvorbereitung für die anschließende Dan-Prüfung ein.
Eine Woche erfuhren sie den gekonnten Schliff in Sachen Technik mit diversen
Leistungstest und vielen Spezialreferenten.
Gangster
aufgepasst hieß beim gleichzeitig stattfindenden Polizeiseminar. Polizeireferent
Thomas Neu hatte wieder ein schlagkräftiges Team zusammengestellt. In der
abgetrennten Halle bot sich die Möglichkeit des ungestörten Trainings. In den
Freizeitphasen standen den Polizeibeamten und anderen Gesetzeshütern alle
anderen Anlagen zur Verfügung.
Auf den weiteren
Trainingsbetrieb einzugehen würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Es gab
viele Höhepunkte. Unter anderem ein Treffen der Generationen. Gerd Enders,
Vorsitzender der Ehrungs- und Graduierungskommission und Lehrteamspezialist Sepp
Sträußl zeigten die Vielseitigkeit der Messerabwehr. Manchmal hart, manchmal
weich. Die Teilnehmer konnten sich selbst ein Bild der verschiedenen Konzepte
machen. Interessant dabei war, dass es durchaus Parallelen gibt. Eines zeigte
sich jedoch ganz klar. Es bedarf in jedem Fall viel Übung, da nur abgespeicherte
Bewegungsabläufe im Ernstfall verfügbar sind.
Auch die
Geselligkeit durfte nicht zu kurz kommen. Der Galaabend am letzten Abend des
Seminars lud zu bester Unterhaltung ein. Stimmungsanheizer war hier die Gruppe
VOICES mit Andy Mühlbauer, Ju-Jutsuka aus Wallersdorf, an der Gitarre.
Ein gelungenes
Event mit Suchtcharakter. Die ersten Anmeldungen für nächstes Jahr liegen schon
vor. Wir freuen uns.

Matze Riedel
Medienreferent
Ju-Jutsu Verband Bayern e. V.
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