Navigator: Hauptseite JJVB > Berichte > Jubiläum beim Post SV Nürnberg am 09.07.2011
30
Jahre Ju-Jutsu im Post SV Nürnberg
Jubiläumslehrgang und Sommerfest
Nürnberg - Unser alljährliches
Sommerfest haben wir dieses Jahr mit einem ganz besonderen Anlass kombiniert:
Unserem 30-jährigen Abteilungs-Jubiläum!
Ein Blick zurück: 1981 bot der Post SV Nürnberg zum ersten Mal in seiner
Geschichte Ju-Jutsu an. Damals war die heutige Ju-Jutsu Abteilung noch als
„Sektion Ju-Jutsu“ in der Judo Abteilung untergebracht.
ZumJubiläum gab es auch ein besonderes
Programm: Peter Röß, der seit 1981 beim Post SV Ju-Jutsu betreibt, hielt einen
Lehrgang zum Thema „Techniken von damals“. Die erste Hälfte des Lehrgangs
wurde der Seitstreckhebel behandelt, ein Dauerbrenner, mit dem schon vor
Jahrzehnten Meisterschaften von Post-SV Mitgliedern gewonnen wurden. Dazu zeigte
Peter neben der gängigen Verwendung als Festlegetechnik nach Würfen noch
etliche weitere mögliche Eingänge, sowohl vom Stand als auch vom Boden. Viele
Teilnehmer waren erstaunt wie man einen eigentlich bekannten Hebel so
verschieden einsetzen kann. Die zweite Hälfte des Lehrgangs zeigte Peter
Techniken, die heute kaum noch unterrichtet werden. Die „alten“ Techniken
wie Knöchelfauststoß oder Armbrecher haben aber nichts an ihrer Wirksamkeit
verloren, was von den Übenden natürlich gleich am Partner fleißig ausprobiert
wurde. Besonders exotisch war zum Abschluss die Atemitechnik mit dem Unterarm,
die in Kombination mit einem Ringergriff wahrlich eine durchschlagende Wirkung
erzielt.
Auf der anderen Hallenseite gaben Jürgen
Schaller und Dietmar Ort in zwei Schnupperkursen Familienangehörigen, Freunden
und Bekannten die Möglichkeit Ju-Jutsu am eigenen Leibe zu erfahren. Nach einem
kurzen, allseits beliebten „Elefantenwaschen“ zum Aufwärmen gab Jürgen den
Gästen die Möglichkeit einen kleinen Querschnitt aus dem Ju-Jutsu Programm
selbst einmal ohne Furcht und Scheu auszuprobieren, so dass am Ende sogar noch
ein kleiner Parcours mit Rollen vorwärts, Abducken, Handballenschlägen und
Bodenrandori mit Bravour bestanden werden konnte. Im zweiten Part führte
Dietmar unsere großen und kleinen Gäste beim Aufwärmen durch einen gemütlichen
„Nürnberger Spaziergang“ voller Hindernisse. Nachdem alle warmgelaufen
waren gab es praktische Durchführungen, wie man sich mit einem leichten fränkischen
„Dädscherle“ und weiteren einfachen Techniken, schon fast spielerisch,
ungewollten Berührungen von fremden Leuten erwehren kann.
Alle Teilnehmer waren mit Feuer und Flamme bei der Sache, den ein oder
anderen werden wir wohl wieder in unserem Anfängertraining sehen.
Gegen 17.00 füllte sich die Halle dann
nochmal deutlich – Vorführungen standen auf dem Programm. In den
Wettkampfsystemen standen Nadja und Felix mit Fighting auf der Matte und Alex
und Susi präsentierten Duo. Hier zeigte sich deutlich wohin Begeisterung für
unseren Sport und Trainingsfleiß führen können – beide Paare zeigten
Ju-Jutsu vom Feinsten. Und das kommt nicht von ungefähr, denn alle vier nahmen
erst zwei Wochen zuvor an den Deutschen Meisterschaften in Großbeeren, Nähe
Berlin teil.
Aber, es geht immer noch besser: Dieter
Goldi Goldmann setzte mit einer Kata-Vorführung noch eins drauf. Er zeigte mit
Alex seine freie Kata, die unter dem Titel „Ju-Jutsu in gefährlichen
Alltagsituationen“ steht: Ju-Jutsu mit Rucksack, auf einem Stuhl sitzend, mit
Gipsarm, auf Inline Skates oder auch mit verbundenen Augen. Auch aus diesen
schlechten und unterlegenen Positionen heraus übernahm er in jeder Situation
die Kontrolle und demonstrierte seine technische Überlegenheit und sein Können
– streckenweise hatte das Publikum sogar deutlich hörbar Mitleid mit dem „bösen“
Angreifer.
Moderiert wurden die Vorführungen von
Matze Riedel, Vizepräsident Jugend im Ju-Jutsu Verband Bayern, der allen
Anwesenden in seiner üblichen lockeren, lustigen Art eine kurze Einführung in
die weite Welt des Ju-Jutsu gab.
Danach ging es zum gemütlichen Teil über.
Im Hof war reichlich Platz und Stimmung vorhanden mit aufgestellten Bierbänken
bei strahlendem Wetter. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Jedem bot
sich hier die Gelegenheit den Tag mit Freunden, Bekannten oder langjährigen
Trainingspartnern ausklingen zu lassen - einige wenige saßen sogar noch bis
nach Mitternacht zusammen!
Zu guter Letzt möchten wir allen
Helfern und Referenten, die zu diesem Feste beigetragen haben, einen großen und
herzlichen Dank aussprechen!
Wie Matze Riedel es in seiner Rede schon mit ähnlichen Worten umschrieb, ein
Verein wie der PSV ist im Gegensatz zu einem teuren Sport-/Fitnessstudio eine
Institution die nur durch viel Gemeinsinn, ein „miteinander Anpacken“ und
freiwilligen Helfern bestehen und sich auch fortentwickeln kann. Deshalb noch
einmal ein riesiges Lob und Danke von der ganzen Ju-Jutsu Abteilung an alle
freiwilligen Helfer, Organisatoren, Referenten,
Trainer und Familienangehörigen, die nicht nur bei diesem Jubiläum
sondern auch die letzten 30 Jahre bei Meisterschaften, Wettkämpfen und
sonstigen Veranstaltungen immer für den Verein zur Stelle waren. DANKE!!!

Susanne Buchner
PostSV Nürnberg
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