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30 Jahre Ju-Jutsu im Post SV Nürnberg

Jubiläumslehrgang und Sommerfest

 

Nürnberg - Unser alljährliches Sommerfest haben wir dieses Jahr mit einem ganz besonderen Anlass kombiniert: Unserem 30-jährigen Abteilungs-Jubiläum!
Ein Blick zurück: 1981 bot der Post SV Nürnberg zum ersten Mal in seiner Geschichte Ju-Jutsu an. Damals war die heutige Ju-Jutsu Abteilung noch als „Sektion Ju-Jutsu“ in der Judo Abteilung untergebracht.

ZumJubiläum gab es auch ein besonderes Programm: Peter Röß, der seit 1981 beim Post SV Ju-Jutsu betreibt, hielt einen Lehrgang zum Thema „Techniken von damals“. Die erste Hälfte des Lehrgangs wurde der Seitstreckhebel behandelt, ein Dauerbrenner, mit dem schon vor Jahrzehnten Meisterschaften von Post-SV Mitgliedern gewonnen wurden. Dazu zeigte Peter neben der gängigen Verwendung als Festlegetechnik nach Würfen noch etliche weitere mögliche Eingänge, sowohl vom Stand als auch vom Boden. Viele Teilnehmer waren erstaunt wie man einen eigentlich bekannten Hebel so verschieden einsetzen kann. Die zweite Hälfte des Lehrgangs zeigte Peter Techniken, die heute kaum noch unterrichtet werden. Die „alten“ Techniken wie Knöchelfauststoß oder Armbrecher haben aber nichts an ihrer Wirksamkeit verloren, was von den Übenden natürlich gleich am Partner fleißig ausprobiert wurde. Besonders exotisch war zum Abschluss die Atemitechnik mit dem Unterarm, die in Kombination mit einem Ringergriff wahrlich eine durchschlagende Wirkung erzielt.

Auf der anderen Hallenseite gaben Jürgen Schaller und Dietmar Ort in zwei Schnupperkursen Familienangehörigen, Freunden und Bekannten die Möglichkeit Ju-Jutsu am eigenen Leibe zu erfahren. Nach einem kurzen, allseits beliebten „Elefantenwaschen“ zum Aufwärmen gab Jürgen den Gästen die Möglichkeit einen kleinen Querschnitt aus dem Ju-Jutsu Programm selbst einmal ohne Furcht und Scheu auszuprobieren, so dass am Ende sogar noch ein kleiner Parcours mit Rollen vorwärts, Abducken, Handballenschlägen und Bodenrandori mit Bravour bestanden werden konnte. Im zweiten Part führte Dietmar unsere großen und kleinen Gäste beim Aufwärmen durch einen gemütlichen „Nürnberger Spaziergang“ voller Hindernisse. Nachdem alle warmgelaufen waren gab es praktische Durchführungen, wie man sich mit einem leichten fränkischen „Dädscherle“ und weiteren einfachen Techniken, schon fast spielerisch, ungewollten Berührungen von fremden Leuten erwehren kann.  Alle Teilnehmer waren mit Feuer und Flamme bei der Sache, den ein oder anderen werden wir wohl wieder in unserem Anfängertraining sehen.

Gegen 17.00 füllte sich die Halle dann nochmal deutlich – Vorführungen standen auf dem Programm. In den Wettkampfsystemen standen Nadja und Felix mit Fighting auf der Matte und Alex und Susi präsentierten Duo. Hier zeigte sich deutlich wohin Begeisterung für unseren Sport und Trainingsfleiß führen können – beide Paare zeigten Ju-Jutsu vom Feinsten. Und das kommt nicht von ungefähr, denn alle vier nahmen erst zwei Wochen zuvor an den Deutschen Meisterschaften in Großbeeren, Nähe Berlin teil.

Aber, es geht immer noch besser: Dieter Goldi Goldmann setzte mit einer Kata-Vorführung noch eins drauf. Er zeigte mit Alex seine freie Kata, die unter dem Titel „Ju-Jutsu in gefährlichen Alltagsituationen“ steht: Ju-Jutsu mit Rucksack, auf einem Stuhl sitzend, mit Gipsarm, auf Inline Skates oder auch mit verbundenen Augen. Auch aus diesen schlechten und unterlegenen Positionen heraus übernahm er in jeder Situation die Kontrolle und demonstrierte seine technische Überlegenheit und sein Können – streckenweise hatte das Publikum sogar deutlich hörbar Mitleid mit dem „bösen“ Angreifer.

Moderiert wurden die Vorführungen von Matze Riedel, Vizepräsident Jugend im Ju-Jutsu Verband Bayern, der allen Anwesenden in seiner üblichen lockeren, lustigen Art eine kurze Einführung in die weite Welt des Ju-Jutsu gab.

Danach ging es zum gemütlichen Teil über. Im Hof war reichlich Platz und Stimmung vorhanden mit aufgestellten Bierbänken bei strahlendem Wetter. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Jedem bot sich hier die Gelegenheit den Tag mit Freunden, Bekannten oder langjährigen Trainingspartnern ausklingen zu lassen - einige wenige saßen sogar noch bis nach Mitternacht zusammen!

Zu guter Letzt möchten wir allen Helfern und Referenten, die zu diesem Feste beigetragen haben, einen großen und herzlichen Dank aussprechen! 
Wie Matze Riedel es in seiner Rede schon mit ähnlichen Worten umschrieb, ein Verein wie der PSV ist im Gegensatz zu einem teuren Sport-/Fitnessstudio eine Institution die nur durch viel Gemeinsinn, ein „miteinander Anpacken“ und freiwilligen Helfern bestehen und sich auch fortentwickeln kann. Deshalb noch einmal ein riesiges Lob und Danke von der ganzen Ju-Jutsu Abteilung an alle freiwilligen Helfer, Organisatoren, Referenten,  Trainer und Familienangehörigen, die nicht nur bei diesem Jubiläum sondern auch die letzten 30 Jahre bei Meisterschaften, Wettkämpfen und sonstigen Veranstaltungen immer für den Verein zur Stelle waren. DANKE!!!

 

>Bildergalerie>

Susanne Buchner
PostSV Nürnberg

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