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Nürnberg - Ein besonderer Lehrgang mit einem besonderen
Referenten stand bei den Nürnberger Ju-Jutsuka auf dem Plan. Weit über 90
Teilnehmer aus ganz Bayern freuten sich auf Sascha Vetter. Sein umfangreiches
Wissen, ein Weltmeistertitel und der große Zuspruch ließen ein tolles Programm
erwarten. Die Ju-Jutsuka des PostSV legten dazu ordentlich vor. Gut 400 qm
Matten, exzellente Verpflegung und eine perfekte Organisation schafften die
besten Rahmenbedingungen.
Der oben stehende Titel war das Motto von Sascha Vetter, das
uns den ganzen Lehrgang über begleitet hat.
Zunächst einmal fing der Lehrgang mit einer Bodenpartie an,
bei der wir Seitstreckhebel aus der Guard angewandt haben. Für die „Freaks“
unter uns gab es dann noch ein paar zusätzliche Tipps und Tricks, wie man
seinen Partner vergraulen kann.
Als wir dann alle „leicht“ aufgewärmt waren, ging es zu
den Würfen. Anfangs freuten sich noch alle, doch als Sascha freudestrahlend
verkündete, dass er sich gedacht habe, wir nehmen heute mal den Schenkelwurf
durch, verschwand das Lächeln auf den meisten Gesichtern wieder und ein
allgemeines Raunen ging durch die Reihen. Doch als Sascha auch dies wieder mit
seiner lustigen Art schöngeredet hatte, sahen alle schon wieder etwas fröhlicher
aus und die Motivation stieg an. Mit den passenden Übungsformen und dem
gekonnten Feintuning waren durchaus passable Ergebnisse zu erzielen. Dem
technischen Anspruch nicht genug ging Sascha auch noch zur Großen
Innensichel, bei der wir eine sehr lustige Einführung hatten. Wir sollten die
Technik anfangs ohne Arme probieren und unseren Partner einfach mal umrennen,
gegebenenfalls am Schluss noch den Fuß wegziehen. Der Eingang war auch sehr
speziell, denn wir sollten unserem Partner den Gi über die Schulter ziehen und
damit gleichzeitig das Gleichgewicht brechen.
Danach kam dann die witzigste Einheit: Den Partner ohne
erkennbare Technik zu Boden bringen. Das hört sich erst mal leicht an, doch
wenn man schon etwas länger Ju-Jutsu oder Kampfsport im Allgemeinen betreibt,
wird das zur echten Herausforderung. Aber auch für dieses Problem hatte Sascha
eine Lösung und zeigte uns verschiedenste Techniken, die eigentlich gar keine
Techniken waren.
Zum Schluss gab’s dann noch ein paar Runden Stockkampf aus
den ersten beiden Angriffswinkeln. Einmal Stock gegen Stock und einmal einzeln.
Dazu gab es dann auch noch unterschiedliche Entwaffnungen, abschließend haben
wir alles kombiniert:
Es ein sehr gelungener Lehrgang, der immer wieder mit einen
lustigen Kommentar aufgelockert wurde. Und für den nächsten Wurf gilt auf den
Punkt gebracht: "Einer muss Scheiße stehen, sonst funktioniert er
nicht!"

Nadja Schuster
PostSV Nürnberg
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