Navigator: Hauptseite JJVB > Berichte > Ju-Jutsu beim IHK Sommercamp 2010
Ju-Jutsu
im IHK-Sommercamp 2010
Fertig mit der Schule - auch im übertragenen
Sinne - und ohne Aussicht auf einen Ausbildungsplatz: Mangelnde Ausbildungsreife
ist das größte Hindernis von Jugendlichen beim Eintritt ins Berufsleben. Hier
setzt das IHK-Sommercamp gezielt an. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt 2009
startete die IHK auch in diesen Sommerferien 2010 in Zusammenarbeit mit der
Agentur für Arbeit München und dem Projektbüro Sommerakademie der Leuphana
Universität Lüneburg, 50 Jugendliche von 8. Klassen aus Münchener
Hauptschulen ganz individuell fit machen - für die Schule, den Schulabschluss,
die Bewerbung und letztendlich eine Ausbildung.
Dreieinhalb Wochen wurden Jugendliche
vom 31. Juli bis 22. August 2010 intensiv in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen
betreut und gefördert. Sie lernten beispielsweise, sich mit den Lehrern zu
arrangieren und ihre Aufgaben rechtzeitig zu erledigen. Neben Unterricht unter
anderem in Mathe, Deutsch und Englisch gab es Bewerbungstraining, Musik-, Tanz-,
Theaterprojekte, Werkstätten und Ju-Jutsu sowie ein breites Freizeitangebot.
Mit dem Abschluss des Sommercamps endet
die Betreuung nicht: Die Jugendlichen werden noch ein Jahr lang auf ihrem Weg
betreut, damit er in eine erfolgreiche berufliche Laufbahn führt.
Ziel im Modul
Ju-Jutsu war es, den TN einen umfassenden Einblick in die Budo-Sportart zu
geben. Die TN sollten lernen schonend und respektvoll mit ihren
Trainingspartnern und Trainern umzugehen. Die Jugendlichen lernten ihre Grenzen
und eigenen Kräfte zu erkennen. Durch das Kennenlernen ihres eigenen Körpers
und der Trainingspartner sowie durch gegenseitigen respektvollen Umgang werden
ihre eigene Wahrnehmung und das Selbstbewusstsein gestärkt.
Wir begannen
mit den ersten Schlagtechniken. Auf Schlagpolster konnten sie üben ihren Kräften
freien Lauf zu lassen und sich auszupowern. Viele TN fanden daran großen Spaß,
so erlernten sie am Ende der Einheit eine Atemikombination auf den Pratzen.
Die Aufwärmübungen
wurden in jedem Training unterschiedlich gestaltet. Besonders viel Spaß fanden
die TN am Aufwärmen mit Luftballons sowie an den abschließenden Randori mit
Luftballons.
In den
weiteren Trainingseinheiten lernten die TN die Fallschule, wie Sturz seitwärts
und die Rolle vorwärts. Im Anschluss erwarben die Jungendlichen Kenntnisse im
Wurfbereich. Die Teilnehmer lernten am Ende sogar den großen Hüftwurf. Dieser
war eine große koordinative Herausforderung, trotzdem konnten fast alle werfen
und die Fallschule wurde auch schon perfektioniert.
Die
Hebeltechniken welche auf Fassangriffe geübt wurden machten allen viel Spaß.
Sie übten gerne und der Abschluss „fass mich nicht an“ fand großen
Gefallen. Gerade hier wurde deutlich wie rücksichtsvoll sich die TN inzwischen
gegenüber ihren Trainingspartnern verhielten. Sie konnten die Angriffe durch
Hebeltechniken abwehren, verletzten jedoch den Trainingspartner nicht.
In den
letzten Einheiten wurde das Erlernte in einem Parcours, aber auch in Wettkampf-
und Randoriformen wiederholt. Dort konnten wir deutlich sehen wie die Techniken
umgesetzt wurden. Die Trainerin Andrea Ordner mit ihren Helfern Lena Ordner, Max
Tomae, Emil Bärens und Nina Tiefenbacher waren begeistert was die TN innerhalb
der sechs Trainingseinheiten gelernt haben.
Zum Abschluss
der Einheiten erhielten die Jugendlichen eine Urkunde vom Deutschen
Ju-Jutsu-Verband, welche sie mit großer Freude entgegennahmen.

Medienteam Ju-Jutsu Verband Bayern e.
V.
Navigator: Hauptseite JJVB > Berichte > Ju-Jutsu beim IHK Sommercamp 2010