Navigator: Hauptseite JJVB > Berichte > DOSB-Projekt "Mehr Migrantinnen im Sport" Februar bis Mai 2010 in Burgkirchen
Durch
Sport und Weiterbildung Selbstbewusstsein getankt
Am
zweiten Maiwochenende wurde das Projekt des Deutschen Olympischen Sportbundes
„Mehr Migrantinnen in den Sport“ abgeschlossen. Unter der Regie von Andrea
Ordner (3. Dan Ju-Jutsu, Frauenreferentin des BJJV) von der Ju-Jutsu Abteilung
des TV 1868 Burghausen beteiligten sich Frauen und Mädchen sowohl ausländischer
als auch deutscher Herkunft an dem Projekt. Kooperationspartner waren der SV
Gendorf-Burgkirchen, die Musik-Hauptschule Burgkirchen, die Franz-Xaver-Gruber-
Volksschule in Burghausen sowie alle weiterführenden
Burghauser Schulen.
Geleitet
und begleitet wurden die 3 Kurse in Burgkirchen und Burghausen von Ramona
Brandl, Thomas Rogger und Andrea Ordner.
An den
Kursen nahmen Schülerinnen und Frauen mit Migrationshintergrund aus sieben
verschiedenen Nationen teil. Ihnen wurden breit gefächerte Inhalte geboten,
deren Kern ein Ju-Jutsu- basierter Frauenselbstverteidigungskurs darstellte. An
dessen Ende konnten die Frauen und Mädchen das Erlernte in realistisch
nachgestellten Situationen erproben. Nach anfänglichem Zögern hallten bald
energische Kampfschreie, die die neu gelernten Abwehrtechniken begleiteten,
durch das Dojo an der Tittmoningerstraße. Darüber hinaus gehörte ein 1. Hilfe
Kurs zum Angebot, der alle Inhalte von der Versorgung kleinerer Verletzung bis
zur Reanimation beinhaltete. Begeistert zeigten sich viele Teilnehmerinnen von
der Möglichkeit diese Wiederbelebungsmaßnahmen sowohl an Erwachsenen als auch
an Kindertrainingspuppen zu erproben. Die Referenten kamen von den Kreiskliniken
Altötting-Burghausen und vom Roten Kreuz Altötting. Ebenfalls großen Anklang
fand die Kurseinheit, welche vom Jugendbeamten der Polizeiinspektion Burghausen,
Peter Hermann, geleitet wurde. Schwerpunkt dabei war das Trainieren von
Zivilcourage und umsichtigem Verhalten, um möglicherweise gewaltträchtige
Konfliktsituationen schon im Ansatz zu vermeiden oder zu entschärfen. Der
Rektor der Hauptschule Burgkirchen, Reinhold Auer, welcher der Veranstaltung
einen Besuch abstattete, zeigte sich von dieser ebenso beeindruckt wie seine Schülerinnen.
Abgerundet wurde die Veranstaltungsreihe durch ein Selbstbehauptungstraining der
Organisation „Frauen helfen Frauen“ sowie einen Vortrag der
Opferschutzorganisation „Weißer Ring“.
Nach
Abschluss der Veranstaltungsreihe zog Andrea Ordner Bilanz: „Alle
Teilnehmerinnen besitzen jetzt ein deutlich selbstbewussteres Auftreten, so können
sie sich und anderen in brenzligen Situationen besser helfen.“ Der
Vereinsvorsitzende des TV 1868 Burghausen, Norbert Stranzinger, betonte beim
Abschlusstermin die Bedeutung des Sports und insbesondere des Vereinssports für
die Integration ausländischer Mitbürger. Dass dies nicht nur theoretische Überlegungen
sind, zeigt die Tatsache, dass sich einige der teilnehmenden Frauen und Mädchen
nun dafür interessieren in den Ju-Jutsu Trainingsbetrieb einzusteigen. Abschließend
wurden allen Teilnehmerinnen Urkunden und Trainingsgutscheine überreicht.

> DOSB-Projekt Bericht Projektablauf
Bericht:
Christian Schöpf
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