Navigator: Hauptseite JJVB > Berichte > Trainer-C BS Grundlehrgang 11.-.16.04.2010 in der Sportschule Oberhaching

 

Trainer-C Breitensport Grundlehrgang 2010

Motto „Wenn wir noch Zeit haben …“

 

 

Oberhaching – Vom 11.04. bis 16.04.2010 fanden sich 23 Teilnehmer um 17:00 Uhr in der Sportschule in Oberhaching ein. Unter ihnen waren 2 Teilnehmer aus dem Ausland – einer aus dem benachbarten Österreich und einer aus Baden-Württemberg, wobei dieser besonders leicht an der Sprache zu erkennen war.

Im Gegensatz zu 2009 war auch eine Teilnehmerin am Start.

Die beiden Ausbilder, Walter Knör und Andreas Hötzinger, starteten mit organisatorischen Formalitäten. Fast jeder der Teilnehmer bekam eine Spezialaufgabe, bspw. „Sanitätsbeauftragter“, „Stundenplan-Beauftragter“, „Ressortleiter Finanzen und Meldewesen“. Ein besonders interessanter Job war der des „Ober-Naglers“, der mit Fleiß und Geschick wichtige Infos per Klebeband oder Pin-Nägeln an die Wand heften durfte. Schnell waren Freiwillige bestimmt und im Anschluss die Hausordnung der Sportschule ausgeteilt.

Nach der Durchsprache des Stundeplans und dem Rundgang in der Sportschule, damit die Teilnehmer ortskundig wurden, sensibilisierte Walter alle Teilnehmer, dass der Nachtportier Daniele sein spezieller Freund sei und dieser weder gefesselt noch „mit dem Kopf nach unten“ über das Treppengeländer gehängt werden dürfe.

Doch zum Glück stellte sich später heraus, dass Daniele vernünftiger Weise in dieser Woche Urlaub genommen hatte und er von einem Kollegen mit besseren Nerven vertreten wurde. Anscheinend gab es bei den letzten Ausbildungen Übergriffe solcher Art, denn sonst wäre Daniele sicherlich nicht im Urlaub gewesen. ;-)

Als erste Ausbildungsinhalte wurden an diesem ersten Abend „Etikette“. Die verschiedenen Lizenzen wurden durchgesprochen und der erste Ausbildungstag beendet.

In diesem Jahr sollten die Stärksten der Teilnehmer rechtzeitig ausgesiebt werden, sodass der Montag um 7:15 Uhr mit einem höchst gefährlichen Überlebenslauf startet. Glücklicher Weise konnten diesen alle Teilnehmer aufgrund ihrer psychischer und physischer Topp-Form bewältigen. Nach diesem eisenharten Einstieg gab es die erste Stärkung – Frühstück!

Der Vormittag beinhaltet theoretische und praktische Themenkomplexe wie „Auf- und Abwärmen“, „Vorkenntnisse Hebel“ und „Trainingshilfsmittel“. Im 2. Tagesabschnitt folgten u. a. „turnerische Grundelemente“, „kleine Spiele“, „Planung einer Übungseinheit“, „Ernährung“. Bevor die letzte Einheit in Schwimmbad und Sauna begann, wurden die Themen der Lehrübungen vergeben, welche schriftlich auszuarbeiten und vorzulegen waren.

Der Dienstag startet ebenfalls um 7:15 Uhr mit der ersten Einheit „Minutenlauf/Intervall“. Nach dem Frühstück ging es dann gestärkt im Dojo mit „Bewegungsformen“ und „Abwehrtechniken“ weiter. Zur Lernzielkontrolle bei den „Abwehrtechniken“ setzte Andreas Tennisbälle als Trainingshilfsmittel ein und ein Ju-Jutsuka sollte die Bälle mit Handfegen abwehren, die die anderen Trainingsteilnehmer ihm zu warfen. Vom sportlichen Ergeiz gepackt sah es bei dem einen oder anderen Werfer eher nach „Steinigung“ aus.

Die anschließende Doppeleinheit mit dem passenden Thema „DUO“ wurde vom Gastreferenten Hans Sperl, Prüfungsreferent JJVB, gehalten und DUO sowohl aus Breitensport- als auch aus Wettkampfsicht betrachtet. Der Nachmittag beinhaltete weitere praktische und theoretische Einheiten, die sich mit „allgemeiner und spezieller Gymnastik“, „methodische Reihe“, „Schnelligkeit/Kraft“ und „Organisationsformen“ befassten. Der 2. Tag endete mit „Bodentechniken“, „Abwehr von 2 Angreifern“ und „Entspannungsübungen“.

Mittwochs ging’s, wer hätte es gedacht, um 7:15 Uhr los, diesmal im Schwimmbad mit dem Themengebiet „Bewegungsformen im Wasser“, worunter nicht nur Schwimmbewegungen zu verstehen sind.

Nach dem Frühstück wurde es für die Teilnehmer zum 2. Mal nach dem Überlebenslauf ernst, die Lehrproben standen an. Aufgeteilt in 2 Gruppen präsentierten sie vor Walter und Andreas die ausgearbeiteten Themen wie „Rolle vorwärts“, „Unterarmblock nach oben außen“, um einige zu nennen. Während einer der Lehrgangsteilnehmer die Lehrprobe abhielt, waren die anderen die Übungsteilnehmer.

Die Lehrprobe beinhaltet eine schriftliche Ausarbeitung, in der das zugeteilte Thema vom jeweiligen "Trainer" für den Hauptteil von ca. 1h aufgebaut wird. Die Ausarbeitung wurde stichprobenartig von den Prüfern abgefragt und in der Trainingsgruppe umgesetzt. Wichtig ist, dass das "Training" entsprechend für die Trainingsgruppe ausgelegt ist und dem Leistungsstand entspricht. Ein geeignetes Aufwärmen bildet die Brücke zum Hauptteil, in dem der Trainingsschwerpunkt liegt. Eine Lernzielkontrolle des Vermittelten bildet den Abschluss des Hauptteils und leitet zum Cool-Down über.

Jeder Teilnehmer bekam im Anschluss vom Prüfer und seiner Gruppe Feedback sowie Tipps/Tricks.

Nachdem alle Teilnehmer mit guten bis sehr guten Ergebnissen diese erste Hürde gemeistert hatten, ging es nachmittags mit praktischen Einheiten wie „Weiterführungstechniken“, „Fallschule“, „Aufbau von Wurftechniken“, „Vorkenntnisse Würfe“ und die Vergabe der neuen Themen für die 2. Lehrprobe.

Der Abend endete nach dem Drehtest, eine Form des Leistungstests, und „Stocktechniken“ mit Sauna und/oder Schwimmen. Anzumerken ist, dass beim Heißluftwedeln während Aufgüssen in der Sauna keine Blocktechniken helfen und die feucht-heiße Luft ordentlich einschlägt!

Donnerstag früh startete die Ausbildung mit der zweitschlimmsten Praxiseinheit nach dem Überlebenslauf – „2km olympisches Gehen“ auf der Tartanbahn. Dieses hinterließ bei dem einen oder anderen Teilnehmer einen mörderischen Muskelkater an gewissen Stellen. Die Po-Backen fühlten sich an, als hätte man zwischen ihnen Nüsse geknackt!

Die 2. Lehrprobe folgte nach dem Frühstück. Dazu wechselten die Gruppen die Prüfer. Die ihre erste Lehrprobe vor Walter ablegte, fand sich bei Andreas ein und umgekehrt. Positiv stellte sich heraus, dass sich bei allen deutlich zeigte, wie das bisher Gelernte umgesetzt wurde und Verbesserungen zu erkennen waren. So wurde auch die 2. Lehrprobe erfolgreich gemeistert.

Nach dem Mittagessen wurden die Einheiten „Ausdauer“ und „die Sprache des Übungsleiters“ durchgenommen. „Koordination“ und „Reaktion“ folgten als praktische Einheiten am Nachmittag. Besonders beim Thema „Koordination“ konnte man beobachten, wie man Ju-Jutsuka, die teilweise exzellente Techniker sind, mit 3 Tennisbällen aus der Fassung bringen kann, wenn sie diese jonglieren sollen. Schnell sah es im Dojo vergleichsweise wie auf einer Golf-Driving-Ranch aus. Haufenweise lagen gelbe Bälle auf dem Boden, sprangen oder rollten vom Jongleur weg.

Die letzte praktische Einheit vor dem Abendessen referierte Klaus Röhler, Seniorenreferent JJVB, Thema „concept40plus“. Klaus vermittelte sehr beeindruckend, wie man Fallschule, bei der sich auch jüngere Ju-Jutsuka gerne „drücken“, älteren Übungsteilnehmern nahe bringt und die Angst vor dem Stürzen nimmt. Die Abendeinheiten endeten mit „Gegentechniken“ nach dem Abendessen.

Freitagmorgens standen weitere Themenpunkte auf dem Lehrplan, aber am meisten beschäftigte die Teilnehmer jedoch die Organisation und Besprechung der Zwischenprüfung, die von 30.04. – 01.05.2010 stattfinden wird.

Zusammenfassend beinhaltet der Stundenplan ein strammes Programm. Er ließ die Woche fast wie „im Flug vergehen“, wobei der Spaß neben den Ausbildungsinhalten und sportlichen Inhalten nie zu kurz kam.

Bekanntes wurde gefestigt und Neues gelernt u. a. wie man einen Elefanten wäscht und dies samstags eine Zoo-Attraktion ist. Auch „das Atomkraftwerk in Walters Wade“ war sicherlich vielen nicht bekannt.

Leider wurde nicht erklärt, wie man sich „a bisserl hinsetzt“, obwohl man oft dazu aufgefordert wurde.

Vielleicht werden dies und die anderen noch unbekannten Themen im Aufbaulehrgang Trainer C Breitensport, 09.05 bis 14.05.2010, vermittelt und vertieft.

Die Abschlussprüfung Trainer C Breitensport findet von 09. bis 11.07.2010 statt.

 

>Bildergalerie>

 

Martin Bach
TV Altdorf

Navigator: Hauptseite JJVB > Berichte > Trainer-C BS Grundlehrgang 11.-.16.04.2010 in der Sportschule Oberhaching