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Nordbayerische
Meisterschaften 2010 in Gochsheim
Gochsheim
– Ein erneuter Wintereinbruch beherrschte das Straßengeschehen am Tag der
Nordbayerischen Meisterschaft. Wer es dennoch nach Gochsheim schaffte, fand eine
sehr gut organisierte Meisterschaft vor. Obwohl die Gochsheimer Ju-Jutsuka mit
dieser Meisterschaft eine Neudurchnahme hatten, gelang ihnen die Ausrichtung
perfekt.
Lediglich
ca. 65 Kämpfer und Kämpferinnen fanden sich ein. Einige krankheits- und
witterungsbedingte Absagen minderten die Teilnehmerzahl. Bemerkenswert war, dass
die Seniorenklassen wesentlich stärker vertreten waren als in Südbayern. Bei
der Jugend bot sich ein umgekehrtes Bild. Die unterschiedliche Klassenbelegung
bedingte zudem, dass einige höhere Jugendklassen den Seniorenklassen
eingegliedert wurden. Der Spannung tat das aber keinen Abbruch.
So wuchs
die Klasse Senioren bis 69 kg zu einer Megaklasse an. In der Führung wechselten
sich jeweils Gerhard Mende vom SV Oberdürrbach und Christian Bold vom TV Nördlingen
ab. Letztlich gelang aber dem Nördlinger die Führung.
Schöne Kämpfe
gab es auch in der Klasse Senioren bis 77 Kg zu sehen. Hier überzeugte Matthias
Rossberg vom JJ Herzogenaurach - der Verein mit den meisten Teilnehmern - mit
der besten Technik. In allen Bereichen konnte er punkten, teils mit souveränem
Abstand. Neben dem Sieg in seiner Klasse sicherte er sich auch den Ehrenpreis
als bester Techniker des Turniers. Auch der Gochsheimer Lokalmatador Frank Ebner
hielt sich in dieser Klasse sehr gut. Lediglich im Finale scheitertet er.
Schwere Kämpfe
waren in der Klasse +94 Kg zu sehen. Die meisten Kampfstile waren hier einseitig
geprägt, so dass ein weiterkommen am eigenen Durchsetzungswillen lag. Das beste
Konzept hatte Jakob Diegruber von der TG Höchberg. Da er sich in keinen Bereich
unter Druck setzen ließ, gelang es ihm, auch z. B. den kräftigeren und wurfstärkeren
Christopher Vance vom JJ Herzogenaurach hinter sich zu lassen.
Teilweise
schnell ging es bei der Jugend zu. Anja Schwabl vom TV Hilpoltstein schaffte z.
B. einen Full-Ippon-Sieg in 29 Sekunden. In ihrer Klasse U 18 – 57 Kg sicherte
sie sich schließlich den zweiten Platz. Maria Hofmann von der Karigane Bamberg
war unter anderem im Atemibereich überlegen und sicherte sich den Meistertitel.
Erfreuliches
gab es auch in der spärlich besetzten Kategorie Duo zu sehen. Zwar waren bei
diesen Freundschaftskämpfen die Senioren nicht am Start, aber bei der Jugend
konnten Talente gesichtet werden. Das Junioren-Paar Gegic/Maier vom Post SV Nürnberg
zeigte schöne Kombinationen mit respektabler Dynamik und Präzision. Bei
entsprechendem Training könnten hier zukünftige Meisteranwärter heranwachsen.
Das wäre sehr erfreulich für die große Ju-Jutsu Gemeinde in Nürnberg.
Es bleibt
also spannend. Freuen wir uns auf die Bayerischen Meisterschaften, die sicher
ebenso kurzweilig werden.

Matthias
Riedel
Medienreferent Ju-Jutsu Verband Bayern e. V.
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