Navigator: Hauptseite JJVB > Berichte > FÜL Gewaltprävention 28.02-05.03.2010 in der Sportschule Oberhaching
Gewaltprävention
geht alle an !
Oberhaching - „Bist du Übungsleiter
oder Trainer und bereit, Dich kritisch mit Sport und Gewalt auseinander zu
setzen, offen für neue Herausforderungen und möchtest Du etwas bewegen ? Dann
treffen wir uns in der Sportschule Oberhaching“. So in etwa stand es im Flyer,
den der JJVB und die Bayerische Akademie für Erwachsenenbildung (im BLSV)
herausgegeben hatten, um die Ausbildung zum „Übungsleiter B Gewaltprävention“
vorzustellen.
In jüngster Vergangenheit haben die
Themen Gewalt, Aggression und Jugendkriminalität leider immer wieder für
negative Schlagzeilen gesorgt, und mehr denn je stellt sich der Umgang damit als
gesellschaftliche Aufgabe dar. Vorbeugung, Prävention und Deeskalation sind
Strategien, die auch im Sport und in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
hierbei wichtige Weichen stellen können.
Und so trafen sich 22 Übungsleiter und
Trainer aus unterschiedlichen Sportarten und mehreren Bundesländern Anfang März
in den Räumen der Sportschule Oberhaching, um mit Lehrgangsleiter Walter Knör
(Lehrreferent JJVB) eine 66-stündige Reise durch Theorie und Praxis der
Gewaltprävention anzutreten.
Für alle Teilnehmer wurde es eine äußerst
abwechslungsreiche Woche. Wie schon in den Ausbildungen zuvor hatte Walter (dem
diesmal leider eine Erkältung zusetzte) eine interessante Mannschaft an
Referenten aus verschiedenen Bereichen zusammen getrommelt, die jede(r) für
sich Erfahrungen und wertvolles Insiderwissen mitbrachten. Unterstützt wurde er
dabei über weite Strecken von Christiane Legelli (Referentin BLSV/Akademie),
die neben einigen theoretischen Einheiten auch im Wasser und auf der Matte
eindrucksvoll demonstrierte, wie man mit Power und Energie eine Gruppe fesseln
kann. Die vertretenen bayerischen Ju-Jutsuka fanden in Matthias Riedel (JJVB-Jugendreferent),
Andi Hötzinger (aus dem JJVB-Lehrteam) und Dr.
Das Programm beinhaltete Themen wie:
Ursachen von Aggression und Gewalt, Konfliktlösung, Stress, Rhetorik, Erlebnispädagogik,
Rollenspiele, Körpersprache, Umgang
mit schwierigen Übungsteilnehmern, Verhaltensabnormalität, Sinnesschulung,
Haftung, Motivation und vieles mehr !
Sportlich gesehen kamen alle Teilnehmer
(bis auf eine „Schwimmerin“, die es aber verstand, auf der Matte
beachtenswerte Kämpferqualitäten zu entwickeln und diese im Lauf der Woche zu
steigern) aus dem Budo-Bereich. Vertreten waren Berufe und Betätigungsfelder
wie Justiz, Polizei, Profi-Kampfsport oder Frauen-SV. Diese unterschiedlichen
Hintergründe und Erfahrungen erwiesen sich als gelungene Bereicherungen, denn
alle fanden sich schnell zu einer tollen Truppe zusammen, die im Lehrsaal, in
der Halle, auf der Matte, im Hallenbad und im Freigelände gemeinsam büffelten,
schwitzten, staunten und auch in den Lehrübungen Spaß hatten.
Fast ein bisschen wehmütig stellte
Walter am Freitag nach der theoretischen Prüfung (die alle bestanden) fest,
dass die Zeit wie im Flug vergangen war und jeder machte sich mit viel neuem
Wissen und einigen neuen Kontakten wieder auf den Heimweg.
Vielen Dank an alle Referenten und natürlich
an Walter Knör, der es wieder einmal verstanden hat, eine Ausbildungswoche
kompetent, interessant und kurzweilig zu gestalten.
Vor allen Dingen aber: „Gute
Besserung Walter !“
Prävention ist eine Sache, die in
vielen Lebenslagen wichtig ist. Ob in Schule, im Verein, in der Jugendarbeit
oder unter Erwachsenen: Empathie, Motivation, Konfliktlösungsstrategien und
nicht zuletzt Zivilcourage sind die Werkzeuge, mit denen man Gewalt und
Aggression begegnen kann. Und jede(r) Trainer(in) ist dabei gleichzeitig Vorbild
und Multiplikator.
Die nächste Ausbildung zum ÜL B
Gewaltprävention findet im Dezember statt und für Interessierte gibt’s einen
Flyer und weitere Infos auf der Webseite des JJVB (Rubrik Download =>
Verschiedenes)

Text: Jürgen Schaller + Stephanie
Zschoche
Bilder: Jürgen Schaller
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