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Heiße Kämpfe in Südbayern

 

 

Landshut – Die Wettkampfsaison startete dieses Jahr in Bayern mit der Südbayerischen Meisterschaft. Die TG Landshut übernahm dabei die Ausrichtung. Rundum gut betreut und bestens organisiert präsentierte sich diese Meisterschaft. Über 100 Wettkämpfer konnten in Landshut begrüßt werden. Somit herrschte auf den drei Mattenflächen reger Betrieb. Da es im Regelwerk erhebliche Änderungen gab, mussten auch die Kampfrichter neue Vorgaben beachten. Das gelang ihnen gut, die Wettkämpfe verliefen reibungslos.

Das Leistungsniveau war durchwachsen. Viele neuen Talente stellten sich ebenso wie erfahrene Wettkämpfer der Meisterschaft. Einige schöne und spannende Begegnungen gab es im Fighting- wie die Duo-Wettkampf.

Überwiegend die Jugend war gut vertreten. Bei den Senioren wurde lediglich die Klasse männlich –77 Kg ausgekämpft. Terminüberschneidungen bedingten, dass einige Athleten fehlten.  

Herausragend war die Mannschaft des TSV Bergen. Nahezu alle Klassen konnten von der Wettkampfgruppe besetzt werden. Die Truppe stellte gut ein Viertel der gesamten Teilnehmer und konnte jede Menge guter Platzierungen mit nachhause nehmen, was auf ein umfangreiches Engagement in der Nachwuchsförderung schließen lässt.

Die entwicklungsbedingten Unterschiede bei Kindern und Jugendlichen lassen die Kampfpaarungen bisweilen recht unterschiedlich aussehen. Somit war zum Beispiel auch Janick Heyl vom TV Wallersdorf in seiner Klasse U 15 bis 37 Kg im Verhältnis zu den meisten seiner Gegner eher klein geraten. Hier verbarg sich der Vorteil, dass diese die Sachlage offenbar falsch einschätzten. Janick gelang es in den meisten seiner Begegnungen im Atemibereich ordentlich Druck aufzubauen. Die Folge: Es rasselten die Punkte.

Die Klasse Jugend U15 weiblich bis 57 Kg mutete aufgrund der Teilnehmerschaft fast wie eine Vereinsmeisterschaft des SVG Burgkirchen an. Theresa Attenberger setzte sich hier durch. Das Konzept zeigte sich stimmig. Die Kombination von Atemi-, Wurf- und Bodentechniken war schlüssig, so dass es wenig Ansatzpunkte für die Gegnerinnen gab. So führte der Weg auch nach ganz oben aufs Treppchen.

Bei der Jugend U18 weiblich bis 52 Kg trafen verschiedene Stärken aufeinander. Die später zweitplatzierte Melanie Mautner von den JJ Tigers Hutthurm zeigte keinerlei Furcht und stürmte in ihren Kämpfen regelrecht mit Faust- und Fußatemi nach vorne. Die Rosenheimerin Rebecca Bauer benötigte hier einige Zeit, bis sie ihre Linie gefunden hatte. Schließlich gelang es ihr, die wenigen Lücken bei Melanies Aktionen zu finden und effektiv zu kontern. Einmal in der Bodenlage gab es dann kein Entrinnen mehr. Somit sicherte sich Rebecca den Sieg in ihrer Klasse.

Der Duo-Wettkampf war mit zwei Klassen nicht übermäßig gut frequentiert. Nicht alle Teams konnten sich mit guter Leistung überzeugen. Dennoch ist das Engagement der Vereine sehr lobenswert. Neben einigen Profipaaren waren eben auch Neueinsteiger am Start. Bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung in diesem Bereich noch zulegt.

Zufrieden waren Ausrichter und Wettkampfleitung mit den Kampfverläufen generell. Ernsthafte Verletzungen gab es nicht. Fairness und Umsicht, sowie die guten Kampfrichterleistungen machten die Meisterschaft zu einem sehr ansehnlichen Turnier.

Positiv beeindruckt zeigten sich auch die Vizepräsidenten des JJVBayern Dieter Meyer (Breitensport) und Heinz Pritzl (Leistungssport). Deren Anwesenheit zeugt von der Wichtigkeit des Wettkampfes im Ju-Jutsu.

Nun sind die Nordbayern am Start. Es wird wieder spannend in dieser Saison, so soll es sein.

 

>Bildergalerie>

>Ergebnisse>

 

Matthias Riedel
Medienreferent Ju-Jutsu Verband Bayern e. V.

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