Navigator: Hauptseite JJVB > Berichte > Südbayerische Meisterschaften 2010 27.02.2010 in Landshut
Landshut – Die Wettkampfsaison startete dieses Jahr in
Bayern mit der Südbayerischen Meisterschaft. Die TG Landshut übernahm dabei
die Ausrichtung. Rundum gut betreut und bestens organisiert präsentierte sich
diese Meisterschaft. Über 100 Wettkämpfer konnten in Landshut begrüßt
werden. Somit herrschte auf den drei Mattenflächen reger Betrieb. Da es im
Regelwerk erhebliche Änderungen gab, mussten auch die Kampfrichter neue
Vorgaben beachten. Das gelang ihnen gut, die Wettkämpfe verliefen reibungslos.
Das Leistungsniveau war durchwachsen. Viele neuen Talente
stellten sich ebenso wie erfahrene Wettkämpfer der Meisterschaft. Einige schöne
und spannende Begegnungen gab es im Fighting- wie die Duo-Wettkampf.
Überwiegend die Jugend war gut vertreten. Bei den Senioren
wurde lediglich die Klasse männlich –77 Kg ausgekämpft. Terminüberschneidungen
bedingten, dass einige Athleten fehlten.
Herausragend war die Mannschaft des TSV Bergen. Nahezu alle
Klassen konnten von der Wettkampfgruppe besetzt werden. Die Truppe stellte gut
ein Viertel der gesamten Teilnehmer und konnte jede Menge guter Platzierungen
mit nachhause nehmen, was auf ein umfangreiches Engagement in der Nachwuchsförderung
schließen lässt.
Die entwicklungsbedingten Unterschiede bei Kindern und
Jugendlichen lassen die Kampfpaarungen bisweilen recht unterschiedlich aussehen.
Somit war zum Beispiel auch Janick Heyl vom TV Wallersdorf in seiner Klasse U 15
bis 37 Kg im Verhältnis zu den meisten seiner Gegner eher klein geraten. Hier
verbarg sich der Vorteil, dass diese die Sachlage offenbar falsch einschätzten.
Janick gelang es in den meisten seiner Begegnungen im Atemibereich ordentlich
Druck aufzubauen. Die Folge: Es rasselten die Punkte.
Die Klasse Jugend U15 weiblich bis 57 Kg mutete aufgrund der
Teilnehmerschaft fast wie eine Vereinsmeisterschaft des SVG Burgkirchen an.
Theresa Attenberger setzte sich hier durch. Das Konzept zeigte sich stimmig. Die
Kombination von Atemi-, Wurf- und Bodentechniken war schlüssig, so dass es
wenig Ansatzpunkte für die Gegnerinnen gab. So führte der Weg auch nach ganz
oben aufs Treppchen.
Bei der Jugend U18 weiblich bis 52 Kg trafen verschiedene Stärken
aufeinander. Die später zweitplatzierte Melanie Mautner von den JJ Tigers
Hutthurm zeigte keinerlei Furcht und stürmte in ihren Kämpfen regelrecht mit
Faust- und Fußatemi nach vorne. Die Rosenheimerin Rebecca Bauer benötigte hier
einige Zeit, bis sie ihre Linie gefunden hatte. Schließlich gelang es ihr, die
wenigen Lücken bei Melanies Aktionen zu finden und effektiv zu kontern. Einmal
in der Bodenlage gab es dann kein Entrinnen mehr. Somit sicherte sich Rebecca
den Sieg in ihrer Klasse.
Der Duo-Wettkampf war mit zwei Klassen nicht übermäßig
gut frequentiert. Nicht alle Teams konnten sich mit guter Leistung überzeugen.
Dennoch ist das Engagement der Vereine sehr lobenswert. Neben einigen
Profipaaren waren eben auch Neueinsteiger am Start. Bleibt zu hoffen, dass die
Entwicklung in diesem Bereich noch zulegt.
Zufrieden waren Ausrichter und Wettkampfleitung mit den
Kampfverläufen generell. Ernsthafte Verletzungen gab es nicht. Fairness und
Umsicht, sowie die guten Kampfrichterleistungen machten die Meisterschaft zu
einem sehr ansehnlichen Turnier.
Positiv beeindruckt zeigten sich auch die Vizepräsidenten
des JJVBayern Dieter Meyer (Breitensport) und Heinz Pritzl (Leistungssport).
Deren Anwesenheit zeugt von der Wichtigkeit des Wettkampfes im Ju-Jutsu.
Nun sind die Nordbayern am Start. Es wird wieder spannend in
dieser Saison, so soll es sein.

Matthias Riedel
Medienreferent Ju-Jutsu Verband Bayern e. V.
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