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Messerabwehr
mit Spezialist Sepp Sträußl
Furth im
Wald -87 Teilnehmer fanden am letzten Sonntag im November den Weg in die
Drachenstichstadt Furth im Wald.
Für den
Landeslehrgang konnte Sepp Sträußl, ein Spezialist in Sachen Messerabwehr
gewonnen werden.
Cheftrainer
Josef Plötz begrüßte die Sportkameraden, wünschte viel Spaß und gab die
Matte frei.
Schon
beim Aufwärmen hatten alle ein Übungsmesser in der Hand um das Handling für
die nachfolgenden Übungen zu verbessern.
Aufgabe
des Verteidigers war es dabei, locker zu werden und den Angriffen nur
auszuweichen.
Nach dem
Aufwärmen ging es weiter mit den verschiedenen Angriffen. Es wurde vermittelt,
dass die Angriffe in verschiedenen Varianten aufgenommen werden können.
Harte
Blocktechniken waren dabei nicht erwünscht, die Messerbewegung soll nicht
abgestoppt werden, die Messerhand aber immer kontrolliert.
Die
Entwaffnung läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Der Verteidiger bringt
sich aus der Gefahrenzone, versetzt dem Angreifer eine Schocktechnik wie
Fingerstich in Verbindung mit Würger (sehr unangenehm!) und kontrolliert die
waffenführende Hand.
Nachdem
das Ausweichen und die Störtechnik immer perfekter wurden, ist Sepp speziell
auf die Entwaffnung des Messers eingegangen.
Es wurden
dabei zwei verschiedene Varianten gezeigt. Zum einen ist es möglich, dass der
Verteidiger mit Gewalt das Messer aus der Hand des Angreifers löst und dieses
auf den Boden fällt und zum anderen kann der Verteidiger das Messer nach der
Entwaffnung in der Hand behalten. Beim Lösen des Messers mit Gewalt können
entweder die Hand, der Unterarm oder auch der Oberarm verwendet werden. Alle
drei Varianten wurden trainiert und am Anfang war es recht ungewöhnlich ein
Messer mit dem Oberarm zu entwaffnen.
Ferner
wurde ein Mehrfachangriff mit dem Messer trainiert. Angriff 2 gefolgt von
Angriff 5. Wichtig bei dieser Übung war, bei der Entwaffnung die
Griffsicherheit zu trainieren.
Es wurde
besonderer Wert darauf gelegt, dass das Daumengrundgelenk der waffenführenden
Hand immer vom Verteidiger fest fixiert wird.
Sepp ging
auf die Prinzipien der Eigensicherung und Notwehr ein und zeigte den Unterschied
zwischen Realität und Prüfung. Das beste bei einen Messerangriff ist, die Füße
in die Hand nehmen und das Weite, wenn möglich, zu suchen.
In
mehreren Partnerwechseln wurde das Erlernte noch mal verinnerlicht und durch
Sepp verfeinert. Wie immer hat es sehr viel Spaß gemacht und die vier
Trainingsstunden sind wie im Flug vergangen.
Josef Plötz,
der Cheftrainer des 38 erwachsenen Mitgliedern zählenden TV Furth im Wald,
bedankte sich mit einen Geschenk beim Referenten und der Applaus der Ju-Jutsuka
zeigte, dass es jedem gefallen hat. Auch alte Hasen haben wieder viel mitnehmen
können.
Für das
leibliche Wohl der Teilnehmer war durch Kaffee und Kuchen, Wurstemmeln usw.
bestens gesorgt und es konnte in gemütlicher Runde noch ein bisschen
fachgesimpelt werden.

Rupert
Schillbach
TV Furth im Wald
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