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Die
Lehrstunde
Regensburg
- Wer eine Lehrstunde in hochmotivierendem Training möchte, sollte mal nach
Burghausen fahren. Oder auch nach Regensburg, besonders wenn im Budokan
Regensburg beim Stützpunkttraining Technik Robert Rogger (6.Dan) aus eben jenem
Burghausen auf der Matte steht. So fanden sich am Freitag, den 13. November
trotz des schwierigen Datums ein gutes Dutzend Ju-Jutsuka ein, um sich zum Thema
"Atemi" zu schulen.
Wolfgang
Wegner (5.Dan) vom Budokan versprach nicht zu viel, als er bei der Begrüßung
ein sicherlich forderndes wie auch begeisterndes Training versprach. Und so
lag die erste Hürde schon am Mattenrand bereit – putzig-bunte
Springseile. Mit diesen brachte Robert nicht bloß in kürzester Zeit die
Halle zum kochen, nein, er trieb auch hochgraduierten Teilnehmern die Schamesröte
ins Gesicht angesichts ihres Bewegungstalents mit einem
"Kinderspielzeug". Nach etwa zehn Minuten forderndem Aufwärmtraining,
mit dem gleich die immens wichtige Beinarbeit geschult wurde, ging es dann
zum eigentlichen Techniktraining über. Robert machte deutlich, dass eine
saubere Ausführung der Atemi wesentlicher Bestandteil des Übens ist – denn
auch falsche Bewegungen schleifen sich bekanntlich schnell ein. Und so ging
die Reise von Faustatemi zu Knie- und Fußtechniken. Dabei verwendete
Robert immer wieder Übungsformen, die Schnelligkeit, Timing wie auch
Distanzgefühl trainierten – und nebenbei die Teilnehmer konditionell hin und
wieder an den Rand der Verzweiflung brachten. Doch Roberts packende Art der
Trainingsgestaltung riss die Teilnehmer so mit, dass gerne bis über die
Grenze der Erschöpfung geübt wurde – und sonst eher ruhige Zeitgenossen
dazu übergingen, ihre Trainingspartner mit Fauststößen über die Matte
zu jagen.
Robert Rogger hat mit seinem Training wieder einmal deutlich gemacht, dass niemand irgend eine Technik "austrainiert" hat. Man muss nur die richtige Aufgabe stellen, um jeden an seine Grenzen zu bringen – und dann mit den richtigen Korrekturen eine echte Verbesserung herbeizuführen. An dieser Stelle möchte sich der Autor dieser Zeilen im Namen des Vereins Budokan und aller Teilnehmer ganz herzlich bei Robert Rogger bedanken, der uns ein äußerst kurzweiliges, spannendes, anstrengendes, erhellendes und sehr energiegeladenes Training angedeihen ließ – und wir hoffen, ihn nächstes Jahr wieder begrüßen zu dürfen.

Budokan Regensburg
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