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Auf und nieder – Übergänge Stand/Boden

 

Regensburg - Dem Thema „Übergang vom Stand zum Boden“ wollten sich 23 Ju-Jutsuka stellen und kamen so nach Regensburg zum ersten Stützpunkttraining im neuen Jahr.

Mit Purzelbäumen und den mehr oder weniger erfolgreichen Versuchen, den in einer Bank verharrenden Partner zu „umrunden“, näherten wir uns sehr schnell dem ersten Bereich des heutigen Abends: wir sind oben, der Partner ist in der Bankposition. Jetzt wussten wir, dass die anfänglich etwas befremdlichen Aufwärmübungen sehr viel mit den weiteren Techniken zu tun hatten. Je nach Griffart gelangten wir in engem Kontakt zum Partner und einer Rolle in einen Seitstreckhebel oder einen Würger mit gegnerischer Kleidung in Verbindung mit einem Beinhebel. Zum Schluss diente uns die eigene Kleidung, um in einen Würger zu kommen. Das Ganze funktioniert natürlich nicht nur, wenn der Partner freiwillig eine Bank macht. Er kann nach den verschiedensten Angriffen wie Doppelhandsichel, Faustrückenschlag oder Doppelschwinger in die für ihn letztlich ungünstige Bankposition gebracht werden.

Nach einer kurzen Trinkpause zeigte uns Wolfi Möglichkeiten, wie man erfolgreich die vermeintlich schlechte Ausgangsposition, dass man selbst am Boden ist, während der Gegner steht, zu eigenen Gunsten umkehrt. Zuerst muss man aufpassen, dass der Gegner sich immer im Bereich der Beine befindet, sonst hat man nämlich doch verloren. Am besten ist, wenn man z. B. nach einer Doppelhandsichel, den Kontakt mit dem Angreifer in der Weise hält, dass man den Fußspann an die Innenseite der gegnerischen Oberschenkel bringt. Da hat man ihn schon unter Kontrolle und kann ihn dirigieren. Meint der Angreifer dennoch eine Fußtechnik probieren zu müssen, leiten wir einfach das Bein weiter und der Angreifer wendet uns den Rücken zu. Wir ziehen ihn zu uns auf den Boden, bringen ihn durch freies Würgen endgültig unter Kontrolle. Jetzt sind sozusagen wir oben und der Angreifer unten. Kontakt halten ist auch wichtig, wenn man die anderen von Wolfi gezeigten Techniken erfolgreich umsetzen will. Am Ende hatten wir den Angreifer in einem Fußhebel oder einem Beinstreckhebel.

Wer jetzt nicht versteht, wie das alles funktioniert, der sollte es sich nicht entgehen lassen, am nächsten Stützpunkttraining mit Wolfi Heindel persönlich teilzunehmen.

Zum Abschluss gab uns Wolfi noch einen Tipp zum freien Würgen: „Euere Arme sind die Schlinge, also ganz locker. Fasst mit einem Arm bis zur eigenen Schulter, mit der anderen wird fixiert. Dann braucht ihr nur noch die Rückenmuskulatur anzuspannen. Zur Verstärkung der Wirkung könnt ihr noch einatmen.“

Nach dem abwechslungs- und lehrreichen Training (Danke Wolfi und komme nächstes Jahr wieder) gingen wir zum Ausklang zum bewährten Italiener.

 

Birgit Sötz
Budokan Regensburg

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