Navigator: Hauptseite JJVB > Berichte > Prüfung FÜL-C 25.-27.07.2008 in der Sportschule Oberhaching
Erfolgreich durch alle Prüfungen
Oberhaching - Am 25.07.2008 war es für die angehenden Fachübungsleiter-C
Bayerns soweit. Alle Probanten traten am späten Nachmittag zur theoretischen Prüfung
in der Sportschule Oberhaching an. Dass die letzten hektischen Blicke mit nervösen
Augen in die Ausbildungsskripte des einen oder anderen Prüflings wirklich nicht
nötig waren, sollte sich keine anderthalb Stunden später offenbaren. Wenn, äußerst
selten, ein Blick in die schreibende Prüflingsmenge geworfen wurde, traf man
den hilflos fragenden Blick eines anderen. Nicht einmal die obligaten
Verzweiflungsseufzer ob einer nicht, oder nur halb verstandenen Frage lockerten
die Atmosphäre etwas auf. Lediglich schnelles Geschreibsel auf den sich schnell
füllenden Fragebögen, ist zu hören gewesen. Und so gab der erste Geprüfte
schon nach einer Stunde, der auf zwei Stunden angesetzten Prüfung, seine Bögen
ab.
Kurzum, das Ergebnis dieser außergewöhnlich guten Prüfung
wurde am nächsten Tag kundgetan: durchweg alle Prüflinge bestanden den
theoretischen Teil mit der Note 1!
Das dieses brillante Ergebnis in der praktischen Lehrübung
nur schwer zu toppen sein dürfte, dachte sich sicherlich nicht nur Walter Knör,
den zu diesem Zeitpunkt schon Gedanken plagten wie er denn das Ergebnis der
Theoretischen Prüfung dem BLSV vermitteln sollte...
Und so sammelten sich Samstag früh gegen neun nach kurzem
Frühstück alle Ju-Jutsuka und ein Goshin-Jitsu Kampfsportler im Dojo, um den
strengen Augen der Prüfer Dieter Meyer und Johann Sperl ihr Können als Übungsleiter
zu demonstrieren.
Kurzes Warm up- und schon schlugen die ersten Leiber
geworfener Sportsfreunde auf der Matte auf, dröhnte schon der ein oder andere
zaghafte Kampfschrei beim Demonstrieren der Vorkenntnisse durchs Dojo und war
das ein oder andere Stirnrunzeln bei den Prüfern zu erkennen. Schnell legte
sich die erste Aufregung und nach einer knappen dreiviertel Stunde war auch
dieser Teil der Prüfung bestanden.
Es folgte der letzte und ungleich längste und strapaziöseste
Teil der Lizenzprüfung, die Lehrübung mit den jeweiligen Themen der
Sportsfreunde. Aber auch hier zeigten die Prüflinge durchweg gute bis sehr gute
Leistungen.
Einzelheiten der Lehrübungen hier niederzuschreiben würde
den Rahmen sicherlich sprengen. Anzumerken sei lediglich das sich wirklich jeder
der Übungsleiter bemühte, eine optimale, kurzweilige Übungsstunde zu halten.
Und so konnten alle Angetretenen nach Abschluss der letzten Übung Ihren
verdienten Lohn in Form der Urkunde und drei festen Händedrücken in Empfang
nehmen. Alle Anspannung fiel nun nach und nach von den frischgebackenen Übungsleitern
ab. Umarmungen, Glückwünsche evtl. sogar die ein oder andere heimlich
weggewischte Freudenträne prägten nun unter den Klängen von „We are the
Champions“ das Bild. 120 Stunden harter Ausbildung sind mit dieser Prüfung zu
Ende gegangen. Ungezählte Liter Schweiß und einige Tropfen Blut sind diesen
Anstrengungen gezollt worden. Doch all diese Strapazen sind mit diesem
Augenblick vergessen gemacht worden.
Nun konnte also gefeiert werden, zumindest nach dem noch
einige offene Rechnungen auf dem Beachvolleyplatz beglichen worden sind und noch
ein letztes mal die Sauna für uns angeheizt wurde.
Nach dem der nahegelegenen Biergartens besucht wurde und
dieser seine Pforten schloss, bewegte sich der lachende und schwatzende Übungsleiterhaufen
wieder Richtung Sportschule, wo zusammen mit Tennisdamen und Herren das Bestehen
der Prüfung weiter begossen wurde. Es zeigt sich schnell das Mann/Frau sich
doch noch so einiges zu sagen hatte am letzten Tage des Beisammenseins. Mit
steigendem Bierkonsum stieg auch der Tiefgang der Gespräche, Weisheiten
(Bevorzugt über das ewige Thema Männlein/Weiblein) wurden zum Besten gegeben.
Schlussendlich lag dann aber doch ein jeder/jede im (hoffentlich eigenen) Bett
und versank in einen tiefen Schlaf der gerechten Übungsleiter.
Der nächste Morgen brachte für viele den unverdienten Lohn
der vergangenen Nacht in Form von Koordinationsschwierigkeiten beim Ausfüllen
von Formularen, Artikulieren oder Erinnern an Einzelheiten der Nacht.
Doch sei es drum, ein kurzes Statement von Walter mit
anschließender Übergabe unserer Geschenke für unseren überragenden
Kursleiter schlossen den Kurs der neuen Bayerischen (und einer Hessischen) Übungsleiter
ab.
Und so schließe auch ich den Bericht mit unserem herzlichen
Dank und unserer größten Anerkennung für 120 Stunden Übungsleiterausbildung
bei Walter Knör und seinen ihm zur Seite gestandenen vielen Referenten und Prüfern.

Christian Wartini
ESV München
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