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Erfolgreich durch alle Prüfungen

 

 

Oberhaching - Am 25.07.2008 war es für die angehenden Fachübungsleiter-C Bayerns soweit. Alle Probanten traten am späten Nachmittag zur theoretischen Prüfung in der Sportschule Oberhaching an. Dass die letzten hektischen Blicke mit nervösen Augen in die Ausbildungsskripte des einen oder anderen Prüflings wirklich nicht nötig waren, sollte sich keine anderthalb Stunden später offenbaren. Wenn, äußerst selten, ein Blick in die schreibende Prüflingsmenge geworfen wurde, traf man den hilflos fragenden Blick eines anderen. Nicht einmal die obligaten Verzweiflungsseufzer ob einer nicht, oder nur halb verstandenen Frage lockerten die Atmosphäre etwas auf. Lediglich schnelles Geschreibsel auf den sich schnell füllenden Fragebögen, ist zu hören gewesen. Und so gab der erste Geprüfte schon nach einer Stunde, der auf zwei Stunden angesetzten Prüfung, seine Bögen ab.

Kurzum, das Ergebnis dieser außergewöhnlich guten Prüfung wurde am nächsten Tag kundgetan: durchweg alle Prüflinge bestanden den theoretischen Teil mit der Note 1!

Das dieses brillante Ergebnis in der praktischen Lehrübung nur schwer zu toppen sein dürfte, dachte sich sicherlich nicht nur Walter Knör, den zu diesem Zeitpunkt schon Gedanken plagten wie er denn das Ergebnis der Theoretischen Prüfung dem BLSV vermitteln sollte...

Und so sammelten sich Samstag früh gegen neun nach kurzem Frühstück alle Ju-Jutsuka und ein Goshin-Jitsu Kampfsportler im Dojo, um den strengen Augen der Prüfer Dieter Meyer und Johann Sperl ihr Können als Übungsleiter zu demonstrieren.

Kurzes Warm up- und schon schlugen die ersten Leiber geworfener Sportsfreunde auf der Matte auf, dröhnte schon der ein oder andere zaghafte Kampfschrei beim Demonstrieren der Vorkenntnisse durchs Dojo und war das ein oder andere Stirnrunzeln bei den Prüfern zu erkennen. Schnell legte sich die erste Aufregung und nach einer knappen dreiviertel Stunde war auch dieser Teil der Prüfung bestanden.

Es folgte der letzte und ungleich längste und strapaziöseste Teil der Lizenzprüfung, die Lehrübung mit den jeweiligen Themen der Sportsfreunde. Aber auch hier zeigten die Prüflinge durchweg gute bis sehr gute Leistungen.

Einzelheiten der Lehrübungen hier niederzuschreiben würde den Rahmen sicherlich sprengen. Anzumerken sei lediglich das sich wirklich jeder der Übungsleiter bemühte, eine optimale, kurzweilige Übungsstunde zu halten. Und so konnten alle Angetretenen nach Abschluss der letzten Übung Ihren verdienten Lohn in Form der Urkunde und drei festen Händedrücken in Empfang nehmen. Alle Anspannung fiel nun nach und nach von den frischgebackenen Übungsleitern ab. Umarmungen, Glückwünsche evtl. sogar die ein oder andere heimlich weggewischte Freudenträne prägten nun unter den Klängen von „We are the Champions“ das Bild. 120 Stunden harter Ausbildung sind mit dieser Prüfung zu Ende gegangen. Ungezählte Liter Schweiß und einige Tropfen Blut sind diesen Anstrengungen gezollt worden. Doch all diese Strapazen sind mit diesem Augenblick vergessen gemacht worden.

Nun konnte also gefeiert werden, zumindest nach dem noch einige offene Rechnungen auf dem Beachvolleyplatz beglichen worden sind und noch ein letztes mal die Sauna für uns angeheizt wurde.

Nach dem der nahegelegenen Biergartens besucht wurde und dieser seine Pforten schloss, bewegte sich der lachende und schwatzende Übungsleiterhaufen wieder Richtung Sportschule, wo zusammen mit Tennisdamen und Herren das Bestehen der Prüfung weiter begossen wurde. Es zeigt sich schnell das Mann/Frau sich doch noch so einiges zu sagen hatte am letzten Tage des Beisammenseins. Mit steigendem Bierkonsum stieg auch der Tiefgang der Gespräche, Weisheiten (Bevorzugt über das ewige Thema Männlein/Weiblein) wurden zum Besten gegeben. Schlussendlich lag dann aber doch ein jeder/jede im (hoffentlich eigenen) Bett und versank in einen tiefen Schlaf der gerechten Übungsleiter.

Der nächste Morgen brachte für viele den unverdienten Lohn der vergangenen Nacht in Form von Koordinationsschwierigkeiten beim Ausfüllen von Formularen, Artikulieren oder Erinnern an Einzelheiten der Nacht.

Doch sei es drum, ein kurzes Statement von Walter mit anschließender Übergabe unserer Geschenke für unseren überragenden Kursleiter schlossen den Kurs der neuen Bayerischen (und einer Hessischen) Übungsleiter ab.

Und so schließe auch ich den Bericht mit unserem herzlichen Dank und unserer größten Anerkennung für 120 Stunden Übungsleiterausbildung bei Walter Knör und seinen ihm zur Seite gestandenen vielen Referenten und Prüfern.

 

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Christian Wartini
ESV München

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